Die evangelische Kirche zu Freienhagen

Baugeschichte

 

1270: Erste Erwähnung der den Aposteln Petrus und Paulus und der Jungfrau Maria geweihten Kirche (Diözese Paderborn bald nach der ersten Erwähnung der Stadt Vrienhayn 1253)

 

1411: Konventskirche des Wilhelmiten-Ordens (Convent zom Frienhagen Sant Wilhelmsorden, gegründet von Kloster Witzenhausen aus, die Klostergebäude standen im Bereich des heutigen Pfarrgartens; die Wilhelmiten betreuten auch die Pfarrei), Umbau des spätromanischen Erstbaus (Typus der niedersächsisch-westfälischen Hallenkirche)

 

1527: Reformation im Fürstentum Waldeck, Auflösung des Klosters, seitdem Ev. Stadtpfarrkirche

 

9.9.1780: Brand der Stadt (auch der Kirche ?)

 

1974-1978: letzte Renovierung

 

Chor

 

romanische Mauerreste, Sandstein, rechteckig, gerader Abschluß (typisch für Hallenkirchen dieses Typus), gotisches Nordfenster, romanischer Pfeilerrest bis zur Kämpferhöhe in der Nordostecke, Sakramentsnische in der Südwand, Altarplatte (mensa) mittelalterlicher Sandstein-Monolith, barockes Ostfenster, jetzt Elia-Glasfenster des Bad Wildunger Künstlers Wladimir Olenburg (1999), gußeiserne Grabplatte für Valentin Kluppel, Pfarrer von Freienhagen (W 18. März 1626, Taufstein aus der zweiten Hälfte des 18. Jhs., Südfenster und Decke mit Stuckstern (oder Sonne?) aus der Biedermeierzeit (um 1800)

Ölbild des leidenden Christus aus dem 19. Jahrhundert, Triumphbogen zum Chor und Arkadenbögen der Seitenschife rechtwinklig (Romanik)

 

Langhaus

 

breites Mittelschiff, schmale Seitenschiffe, drei Joche, Bruchstein, spätromanische Säulen und Scheidebögen, gotische Fenster und Türen (Maßwerk und Profile)

gotischer Crucifixus aus Holz in der Figurennische an der nördlichen Säule

gotische Jakobusfigur aus Holz an der Ostseite des südlichen                               Seitenschiffes (Rest einer Schnitzerei, ca. 1450), spätgotische Gewölbe, wahrscheinlich Beginn 15. Jh., zugemauerte Tür zur abgebrochenen Patronatsempore in der Ostseite des südlichen Seitenschiffes (Füllungen und Brüstungen der Empore befinden sich in der Schloßkapelle zu Höhnscheid)

1857 Orgel, Meisterstück des ortsansässigen Orgelbauers Fr. Martin

moderne Rundbogenfenster über den Türen, neugotische Kanzel

Gewölbeschlußsteine: Waldecker Stern (östl. Joch), links davon Halbmond mit Stern (Wappen derer von Leliwa), rechts: Lippesche Rose; Lippesche Rose im Mitteljoch, links ein Kreuz, rechts Waldecker Stern; westl. Joch in der Mitte         Rose in Dreieck, links ein sechszackiger Stern mit drei Lilien, rechts doppelseitiger Lilienstab

 

Turm

 

quadratischer Westturm mit zwei Meter dicken Wänden, erkennbar die Löcher für die Transportwerkzeuge und Wetzspuren von Werkzeugen, hervortretender runder Treppenturm (Nordseite), gotisches Westportal mit darübersitzendem gotischen Fenster, Ansätze des gotischen Kreuzgewölbes im inneren Untergeschoß, spitzbogige Öffnung zum Langhaus durch verputzte Fachwerkwand mit rechteckiger Tür, drei Obergeschosse (1712, barock), Fachwerk verschiefert, rechteckige Schall-Löcher, Helm gedrehte Laterne, Ende 17. Jh., Wetterfahne (Jahreszahl 1798), drei Glocken, darunter St.-Wilhelmus-Glocke von Joachim Kol 1556

 

Homepage der Kirchengemeinde

 

Ansprechpartner

 

Pfarrerin Ursula Christiane Nobiling

Kasseler Straße 16

34513 Waldeck

Tel.: 05634/243

 

Losungen

Herrnhuter Losung
Du unser Gott, du großer Gott, mächtig und schrecklich, der du Bund und Treue hältst, achte nicht gering all das Elend, das uns getroffen hat. (Nehemia 9,32) Bartimäus schrie: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her! Und sie riefen den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, steh auf! Er ruft dich! (Markus 10,48-49) © ebu.de - Info: losungen.de - RSS: hradetzkys.de
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