Gottesdienste und Andachten...

Audio-Gottesdienst am 1. Sonntag nach Epiphanias, 9. Januar 2022

Predigt von Prädikantin Dorothea Ambaum zu Jesaja 42, 1-9

Predigt
von Prädikantin Dorothea Ambaum zu Jesaja 42, 1-9
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Lesepredigt zum 1. Sonntag nach Weihnachten, 02.01.2022

Lektorin Christina Lippeke (nach Predigtvorschlag des Zentrums für Verkündigung der EKHN, Frankfurt)

Predigttext: 1. Johannesbrief 1,1-4:

1 Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unsern Augen, was wir betrachtet haben und unsre Hände betastet haben, vom Wort des Lebens – 2 und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist, das beim Vater war und uns erschienen ist –, 3 was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. 4 Und das schreiben wir, damit unsere Freude vollkommen sei.

 

Liebe Gemeinde, 

Anfänge sind spannend. Der erste Schultag. Der erste Tag bei einer neuen Arbeit. Der erste Satz in einem Roman. Die ersten Blicke, aus denen die große Liebe entstand. Mit dem Anfang entscheidet sich oft schon alles. Im Anfang ist oft schon alles enthalten, was sich im Fortgang daraus entwickelt – im Guten wie im Bösen. Später, im Rückblick, verstehen wir erst ganz, was im Anfang bereits verborgen enthalten war. Und dann wird immer wieder erzählt, wie alles angefangen hat. Erzählen hilft dem Verstehen. 

„Opa, erzähl doch mal“, das habe ich oft zu meinem Opa gesagt. Erzähle, wie du Oma kennengelernt hast. Und wie ihr dann angefangen habt nach dem Krieg ein neues Haus zu bauen. Und erzähl, wie das war – damals, als ihr in Stall oder Scheune geschlafen habt, um nebenan das Haus zu bauen. Und dann hat Opa mir und meinen Geschwistern die Geschichte erzählt, wie das Haus entstanden ist, in dem heute noch meine Kinder übernachten, wenn sie ihre Großeltern besuchen. All die schönen und die schlimmen Geschichten wurden wieder lebendig. Von Zerstörung und Hunger und viel Arbeit erzählte er. Von der Angst. Und vom Glück im Unglück. Und von dem alles überstrahlenden Augenblick der Liebe. Und wenn er mal stockte oder etwas durcheinandergebracht hat, dann hat irgendwer weitergeholfen oder seine Erzählungen ergänzt. Unsere ganze Familie hatte die Geschichte ja schon zig-mal Mal gehört. Und trotzdem –immer wieder hören wir gerne den Anfang und erzählen ihn heute unseren Kindern. 

Aber, was ist so faszinierend an den Anfängen? Warum fragen wir danach, wie alles angefangen hat? Und warum hören wir wieder jedes Jahr im Gottesdienst die Geschichte vom Kind in der Krippe? Und wie sie kein Dach über dem Kopf fanden. Und von den wunderlichen Leuten, die das Kind sehen wollten. Hirten und Sterndeuter. 

Die Geschichten vom Anfang verbinden. Sie stellen Gemeinschaft her über Zeiten und Generationen hinweg. Wenn uns Opa die Geschichten davon erzählt hat, wie alles anfing, dann wurde das, was längst vergangen ist, wieder lebendig. Wir erlebten immer wieder mit, was die Opa erlebt hat. Wir fürchteten uns vor dem, vor dem Opa Angst hatte und teilten seine Sorgen und Nöte. Was wir hörten, ist mehr als Erinnerung an längst Vergangenes. Wir erlebten Ereignisse mit, als wären wir selbst dabei. So geht es auch meinen Kindern heute, wenn ich ihnen die Geschichten von Opa erzähle. 

Erzähl doch mal. Bitte, erzähl’s noch einmal, wie alles angefangen hat. 

„Was von Anfang an war, das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt.“ So beginnt der Brief aus der Bibel, den wir den 1. Johannesbrief nennen. Vielleicht hat Johannes der Evangelist selbst diesen Brief geschrieben. Vielleicht war es einer seiner Schüler. Sei’s drum. Ihm war es wichtig, den verstreuten Gemeinden zu erzählen, wie alles mit dem Glauben angefangen hat. Ihm war es wichtig, das Verbindende herauszustellen. Gemeinschaft der Glaubenden. Miteinander – nicht gegeneinander. Jedenfalls war er in Sorge um die verstreuten christlichen Gemeinden. Er sieht und hört von Auflösungserscheinungen hier und da. Er sieht und hört von enthusiastischen Glaubenslehren – „Halleluja, wir sind gerettet!“ – und von ernüchternder Lebenspraxis: „Was geht mich die Welt an? Ich bin doch schon jetzt im Himmel hier auf der Erden.“ Hass unter Glaubensgeschwistern gibt’s. Gleichgültigkeit gegenüber Notleidenden in der Gemeinde. Er kann nicht mehr an sich halten: 

„Was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unseren Augen, was wir betrachtet haben und unsere Hände betastet haben, vom Wort des Lebens, was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch.“ 

Was von Anfang an war, das muss nicht immer wieder neu erfunden werden. Nur immer wieder erzählt und erlebt muss es werden. 

Ganz am Anfang war das Wort des Lebens: 

Es schuf das Licht und nicht die Finsternis. 

Es kam in die Welt als Kind – schutzlos, obdachlos, gefährdet und doch geliebt. 

Es wurde gehört aus dem Mund Jesu. 

Es wurde gesehen in seinen Taten. 

Es wurde betrachtet in seinem Leiden. 

Es wurde betastet in den Wunden des Auferstandenen. 

Das Wort des Lebens ist erschienen und mit ihm das Leben selbst.

 

Warum ist das für uns Christen so wichtig, immer wieder die Erzählungen vom Anfang zu hören? „Damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt“, schreibt der Autor und Lehrer der Christenheit. Ja, so ist es wirklich, wir haben es schon erlebt: die alten Geschichten, die Kinder oder Enkel von uns Eltern und Großeltern her gemeinsam in Erinnerung haben, die sind ein ganz starkes Band der Gemeinschaft unter uns. Und wir haben, wenn wir zusammen sind, immer wieder neu Freude daran, uns einander an diese alten Geschichten vom Anfang, der weit vor uns liegt, zu erinnern. 

So ist es auch unter Glaubensgeschwistern. Ist das nicht wunderbar, dass wir Menschen aus unterschiedlichsten Traditionen treffen können und uns dann sehr schnell in den gemeinsamen Erzählungen vom Anfang zusammen finden können. 

„Es begab sich aber zu der Zeit … und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe …“. Keimhaft ist ja gerade in dieser Anfangsgeschichte so vieles von dem enthalten, was Christen in der Welt erleben. Sei’s Gutes oder Böses. Es gibt Unterschiede in unseren Lebensbiographien, unseren Traditionen und unserer Glaubenspraxis. Manchmal sind diese Unterschiede sehr befremdend. Aber wenn wir dieselben Erzählungen vom Anfang haben, dann sind sie nicht trennend, sondern sie machen die Gemeinschaft erst richtig interessant. Die Freude aneinander kann groß werden. Das einander Verstehen kann wachsen. Das ist so, wie wenn ich mit meinen Geschwistern zusammenkomme oder wenn ich alte Schulfreunde treffe, die ich lange nicht mehr gesehen haben. Wir schwelgen dann ja nicht nur in den alten Geschichten, sondern fragen auch einander: Und wie lebst Du jetzt? Mit wem bist du zusammen? Was machst du so? Und wir erzählen uns davon und freuen uns aneinander – wegen beidem: wegen dem, was wir gemeinsam haben, und wegen dem, was wir Unterschiedliches voneinander erfahren. 

 

Der Autor des 1. Johannesbriefs fügt am Ende an: „Das alles schreiben wir, damit unsere Freude vollkommen sei“. Vollkommene Freude ist noch mehr als Weihnachtsfreude. Die Freude an Gottes Liebe. Klein und verletzlich hat sie angefangen. Nur im Abseits fand sie Raum. Nur in einer Krippe konnte sie sich einnisten. Wie vielfältig aber und zahlreich sind die Menschen, die von ihr ergriffen wurden und noch werden. Damit sie einander als Geschwister in all ihrer Vielfalt erkennen, erzählen sie einander, was von Anfang an war. Amen

Weihnachten 2021

Das Krippenspiel des Marienhagener KiGo ist an Heiligabend um 16.00 Uhr hier als Live-Premiere zu sehen!

Der Gottesdienst zu Heiligabend kommt als Video als Live-Premiere um 16.30 Uhr aus der Martinskirche Vöhl. Mit dabei ist der Ev. Posaunenchor Vöhl, Konfirmanden und ganz viele Weihnachtslieder.

Und schließlich ist ab 22.00 Uhr die liturgische Christnacht zu sehen - eine besinnliche Andacht mit Flötenquartett.

Fröhliche Weihnachten!

Video-Andacht zum 4. Advent 2021

Die Video-Andacht zum 4. Advent kommt aus der Aseler Kirche. Was heißt eigentlich 3-G für uns Christen? Dem geht Pfr. Jan Friedrich Eisenberg in seiner Predigt über den Lobgesang der Maria kurz vor dem Weihnachtsfest nach.

Video-Andacht zum 3. Advent 2021

Die Video-Andacht zum 3. Advent kommt aus der Marienhagener Kirche. Im Mittelpunkt der Predigt von Prädikantin Dorothea Ambaum steht Johannes der Täufer.

Lesepredigt zum 2. S. n. Trinitatis, 13.06.2021

 

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen.

 

Das Evangelium für den heutigen 1. Sonntag nach Trinitatis steht in Lukas 14,15-24:

15 Als aber einer das hörte, der mit zu Tisch saß, sprach er zu Jesus: Selig ist, der das Brot isst im Reich Gottes!

16 Er aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein großes Abendmahl und lud viele dazu ein.17 Und er sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, den Geladenen zu sagen: Kommt, denn es ist alles bereit! 18 Und sie fingen an alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. 19 Und der zweite sprach: Ich habe fünf Gespanne Ochsen gekauft und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. 20 Und der dritte sprach: Ich habe eine Frau genommen; darum kann ich nicht kommen.

21 Und der Knecht kam zurück und sagte das seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen, Verkrüppelten, Blinden und Lahmen herein. 22 Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da. 23 Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, dass mein Haus voll wer-de. 24 Denn ich sage euch, dass keiner der Männer, die eingeladen waren, mein Abendmahl schmecken wird.

Herr, segne das Hören und das Reden, und danach das Tun und das Lassen. Amen.

 

Liebe Gemeinde!

Der Bericht des Knechtes lässt erkennen, wie unmittelbar die Angelegenheit ist, um die es hier geht: Ein Fest wird gefeiert, jetzt, und wer ist eingeladen? Wir! Und? Gehen wir hin? Wer Feste feiern will, muss auch feste arbeiten – stimmt, so haben sich das die Eingeladenen auch gedacht. Feste feiern kann man später auch noch – jetzt müssen erst einmal alle Arbeiten erledigt, alle Äcker bestellt und alle Ochsen untersucht werden. Sogar der Sohn oder die Tochter müssen erst noch unter die Haube gebracht sein, ehe man sich wieder freuen und Feste feiern kann. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen – die Pflicht ruft… Diese Sprüche kennen wir alle, sie sind ganz tief in mir drin – und ganz ehrlich: je älter ich werde, desto mehr belasten sie mich.

Wir sind eingeladen, jetzt, hier und heute. Und wir haben doch immer etwas anderes vor, genauso wie die Eingeladenen im Gleichnis: Auch sie haben sehr wohl von der Einladung gehört, aber sie gehen nicht hin, nehmen nicht teil. Sie erquicken sich nicht, sie laben sich nicht, sie stärken sich nicht. Denen geht es wie uns: Sie haben zu essen, und sei es auch nur Wasser und Brot. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Gerechtigkeit? Gerechtigkeit gibt es höchstens bei Gott. Ja genau! Bei Gott gibt es Gerechtigkeit, und wir sind ein-geladen, an seinem Mahl teilzunehmen. Er will, dass sein Haus voll wird. Wir sind eingeladen, zu erfahren, was es heißt, satt zu werden. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass wir die Einladung Gottes annehmen sollen und müssen und uns nicht entschuldigen dürfen.

Gottes Einladung annehmen heißt dreierlei: Es heißt erstens, sich auf Gottes Botschaft einzulassen und sich ihm anzuvertrauen, denn er weiß, was uns fehlt, was wir brauchen, wonach uns hungert und dürstet. Gottes Einladung annehmen heißt weiter, dass wir uns öffnen für seine Botschaft, die er uns durch seinen Sohn Jesus Christus überbracht hat. Gottes Einladung annehmen heißt drittens, sich ergreifen lassen von Gottes Geist, denn welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Lasst uns also nicht diejenigen sein, die Gottes Einladung ausschlagen.

Wie gut, dass es dieses Gleichnis vom großen Gastmahl gibt! Hier wird geschildert, was passiert, wenn man die Einladung ausschlägt: „Keiner der Eingeladenen wird mein Gastmahl schmecken.“ Wie anders sind diese Worte für uns zu verstehen, wenn nicht als eindringliche Warnung: Seht, wie es euch geht, wenn ihr aus irgend-welchen Gründen die Einladung Gottes ausschlagt, die er uns durch seinen Sohn Jesus Christus hat zukommen lassen. Wenn ihr die Einladung ausschlagt, werdet ihr keinen Anteil haben an Gottes Mahl. Aber mit uns ist es gut gemeint: Wir sind eingeladen, und zwar nicht irgendwann in fernster Zukunft, sondern jetzt. Jetzt sind wir eingeladen, im Vertrauen auf und in Hingabe zu Gott zu leben. Wir dürfen vertrauen, dass Gott uns alles geben wird, was wir zum Leben brauchen. Und in diesem Ver-trauen können wir sowohl feste arbeiten, als auch Feste feiern. Und dass dem so ist, ist nun wirklich ein Grund zu feiern und fröhlich zu sein.

Doch das „harte Wort“, von dem der Knecht sprach, hallt mir immer noch im Ohr: Es muss mehr sein, als nur eine Warnung an uns. Von den zuvor Eingeladenen wird keiner mein Mahl schmecken! Dieser Ausspruch ist für mich so etwas wie ein Stolperstein, der viele Fragen aufwirft: Bedeutet er etwa, dass die Eingeladenen ausgeschlossen sind bis in alle Ewigkeit, dass sie wirklich keine Chance mehr haben? Wer sind überhaupt diese Eingeladenen – der Gastgeber muss wohl ein gutes Verhältnis zu ihnen gehabt haben, sonst hätte er sie wohl kaum eingeladen? Und vor allen Din-gen: Was wäre denn gewesen, wenn die Gäste diese ihre Einladung angenommen und eben nicht ausgeschlagen hätten? Ja, dann wäre keine zweite Einladung ergangen, dann hätten wir wohl keine Chance gehabt! Aber der Reihe nach.

Wenn Gott es also ist, der die Einladung ausspricht, dann muss es auch sein Volk, nämlich Israel gewesen sein, das der erste Adressat war, und das die Einladung aus-geschlagen hat. Hat Israel die Einladung, das Wort Christi, nicht gehört? Ja, das ist scheinbar so: Israel war satt oder hatte sich auf wichtigere Dinge zu konzentrieren, als auf die Einladung Gottes. Israel hat in Jesus nicht den Christus gesehen – Israel, das verstockte Volk. Von daher ist es auch verständlich, warum der Gastgeber so böse und zornig war, oder?

Liebe Gemeinde, wann seid ihr zornig? Wann seid ihr schon einmal richtig böse geworden? „Du guckst heute Abend kein Fernsehen mehr!“ sagt die Mutter zu ihrem Kind. Sprecht ihr nicht auch manchmal so? Wann sprechen wir so? Doch dann, wenn wir uns über jemanden ärgern, den wir sehr liebhaben, wenn wir uns von so jemandem gekränkt oder gar verletzt fühlen. So ist das auch hier: „Keiner wird mein Gast-mahl schmecken!“. Gott ist sauer, er ist gekränkt und verletzt, weil seine Liebe ab-gewiesen wurde. Wir haben einen verletzbaren Gott, nämlich in Jesus Christus am Kreuz. Dieser gekränkte Gott ist es, der dann gesagt hat: „Ich will das mein Volk nennen, das nicht mein Volk war, und das meine Geliebte, die nicht meine Geliebte war.“ Und Paulus geht sogar noch ein Stück weiter, wenn er Hosea zitiert und ausführt: „Anstatt zu ihm gesagt wurde ‚Ihr seid nicht mein Volk‘, sollen sie Kinder des lebendigen Gottes genannt werden.“ Er lädt andere ein!

Und genau deswegen schickt Gott noch einmal aus und lädt uns ein, uns, die wir Unwürdige sind, aber auch gerade uns, weil wir seiner Zuneigung und Liebe, weil wir seines Mahles bedürfen – so wie die Armen, Krüppel, Blinden und Lahmen in unserem Gleichnis. So ist denn auch deutlich geworden, warum wir an Gottes Mahl Anteil haben: Durch den Unglauben der anderen, wie Paulus sagt; weil sie die Einladung ausschlugen, haben wir Anteil bekommen am großen Festmahl. Nicht weil wir es eher verdient hätten oder gar etwas Besseres sind, nein, das gewiss nicht. Israel hat uns sozusagen nur den Vortritt gelassen, aber genau deswegen dürfen wir es nicht verachten – wir, die Bedürftigen. Im Gegenteil, diese Geschichte muss uns, wie gesagt, eine Warnung sein, dass Gott mit uns genauso hart reden kann, wie mit Israel.

Was ist aber nun mit Israel? Wird tatsächlich keiner von ihnen das Gastmahl schmecken? Wir erinnern uns: Gott ist gekränkt, aber ihm ist das Gegenüber sehr lieb und teuer! Paulus nennt es ein mysterion, ein Geheimnis, wenn er sagt: „Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren so lange, bis die Fülle der Heiden zum Heil gelangt ist – und so wird ganz Israel gerettet werden.“

Kehren wir zu unserer Einladung zurück: So, wie der Hausherr seinen Knecht 

abermals aussendet, so lädt Gott auch uns wieder und wieder ein. Wir sind immer wieder neu eingeladen, jetzt Gottes Wort zu hören und so durch seinen Geist Anteil zu gewinnen an seiner Liebe. In seiner Liebe wird uns Güte und Barmherzigkeit zu-teil. nur seine Einladung, die dürfen wir nicht ausschlagen. Und wenn wir so an seinem Mahl teilnehmen, können wir getrost sagen: Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

 

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle unsere Vernunft, er bewahre Eure Herzen und Sinne in Jesus Christus, unserem Herrn. Amen.

 

Pfr. Jan Friedrich Eisenberg

 

Die Predigt steht hier als pdf zum Download bereit.
Predigt an 2_Trinitatis.pdf
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Audiogottesdienst zu Exaudi, 16.05.2021

Ein Gottesdienst zum Anhören und Nachlesen von Prädikantin Dorothea Ambaum.

Audiodatei
Hier kann die Predigt angehört werden.
2021-05-16 Exaudi Gottesdienst.mp3
MP3 Audio Datei 16.0 MB
Predigt zu Exaudi
Die Predigt zum Sonntag Exaudi von Dorothea Ambaum gibt es hier zum Nachlesen als pdf.
2021-05-16 Exaudi PDF.pdf
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Audio-Predigt zu Rogate, 9. Mai 2021

Rogate - Betet! Zum heutigen Sonntag gibt es eine Audio-Predigt über das Vaterunser - auch zum Anhören. Und an Himmelfahrt gibt's wieder einen leibhaftigen, "ordentlichen" Gottesdienst!

Die Predigt zum Anhören
Audiopredigt Rogate.mp3
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Die Predigt zum Download
Rogate-Predigt.pdf
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Musikalischer Video-Gottesdienst zu Kantate, 2. Mai 2021

Kantate - Singe! Weil Musik und Gesang im Gottesdienst schon seit einem Jahr nicht mehr möglich sind, finden sich in diesem Video-Gottesdienst zum Sonntag Kantate musikalische Rückblicke vom Gemeindefest 2018. Denn Musik gehört zum Glauben und zu einem Evangelischen Gottesdienst unbedingt dazu. Freut euch dran!

Audio-Gottesdienst zu Jubilate

Diese Woche kommt die Andacht von unserer Prädikantin Dorothea Ambaum: Der Text kann gelesen oder angehört werden.

Audio-Gottesdienst zum Sonntag Jubilate
MP3 Audio Datei 16.4 MB
Predigt zum Sonntag Jubilate - 25-04-202
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Video-Gottesdienst zum 18. April 2021

In diesem Videogottesdienst geht es gleich um zwei Themen: Einerseits handelt die Predigt von Martin Luther und dem 500-jährigen Jubiläum des Wormser Edikts, und andererseits denken wir EKD-weit diesen Sonntag im Fürbittengebet an die Opfer der Corona-Pandemie.

Die Predigt gibt es hier zum Download.
Predigt an Misericordias Domini.pdf
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Ostergottesdienst 2021

Zu Ostern gibt es dieses Jahr einen Videogottesdienst aus der Martinskirche Vöhl. Was hat eigentlich ein Osterspaziergang mit den Emmausjüngern zu tun? Findet's heraus in diesem Video – viel Spaß!

UND: Beachtet auch das Osterquiz zum Ostervideo: Quizfrage: Wie viele verschiedene Outfits hat die Organistin in dem Ostervideo insgesamt an? Die richtige Antwort sendet ihr an Pfarramt.Voehl@ekkw.de. Unter den richtigen Antworten verlosen wir eine bunte Osterüberraschung!

Die offenen Kirchen in Marienhagen und Vöhl laden zur persönlichen Einkehr ein während der ganzen Tage: Es liegt ein Kreuzweg mit sechs Stationen aus, und es gibt für jeden Besucher kleine Geschenke in der Tüte für Kinder und Erwachsene – macht einfach einen Spaziergang und schaut vorbei!
Und in Asel liegt der Kreuzweg im ganzen Dorf aus!

Gott kommt uns nahe auch in diesen Zeiten, und wir werden spüren, dass Ostern Auferstehung und Leben heißt!

Fröhliche Ostern!

Der Kreuzweg an den Kirchen in Vöhl, Marienhagen und Asel

Hinweis auf die Osterveranstaltungen 2021

Video-Andacht zum 21. März 2021

In der heutigen Kurzandacht zum Sonntag Judika aus dem Home-Office geht es um Abraham, wie er fast seinen Sohn Isaak geopfert hätte und die Frage, ob Gott uns in und mit dieser Corona-Zeit auch auf die Probe stellt.

... zum 14.03.2021

Video-Andacht zum Sonntag Lätare "Freue dich!" Ob das immer gelingt...?

... zum 07.03.2021

Video-Andacht zum Sonntag Okuli über Äußerlichkeiten und die Frage, womit man gut sieht...

... zum 28.02.2021

"Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab..." Am Sonntag Reminiszere, 28. Februar, gibt es erneut eine Andacht aus der Vöhler Martinskirche.

... zum 21.02.2021

"Judas, der Verräter!" Am Sonntag Invokavit, 21. Februar, gibt es die Video-Andacht wieder aus der kalten Vöhler Martinskirche.

... zum 14.02.2021

Am Sonntag Estomihi, 14. Februar, gibt es den Video-Gottesdienst wieder aus der Vöhler Martinskirche und steht unter dem Titel: "Ein Fasten, das Gott gefällt".

... zum 07.02.2021

Am Sonntag Sexagesima, 7. Februar, gibt es die Videoandacht aus Asel unter dem Motto: "Wie man in den Wald hineinruft..."

... Audio zum Letzten S. n. Epiphanias, 31.01.2021

Die Ansprache von Prädikantin Dorothea Ambaum gibt es hier auch zum Download als pdf.
Predigt 31-01-21.pdf
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... zum 3. Sonntag nach Epiphanias, 24.01.2021

... zum 2. Sonntag nach Epiphanias, 17.01.2021

... zum Altjahresabend, 31.12.2020

Videos für die Feiertage

Am Ersten Weihnachtstag ab 9.30 Uhr gibt es hier zwei weitere Videos.

Heiligabend Video-Andacht

Hier wird an Heiligabend ab 15.00 Uhr eine Videoandacht und ein Krippenspiel der KiGo-Kinder aus Marienhagen zu sehen sein. 

Parallel dazu werden in unseren Orten die Glocken läuten und das Weihnachtsevangelium zu hören sein:

in Marienhagen ab 16.30 Uhr, in Vöhl ab 17.30 Uhr und in Asel ab 18.30 Uhr

Wir freuen uns über Ihre Kollekte für die eigene Gemeindearbeit per Überweisung mit dem Stichwort „Kollekte Vöhl“. Bankverbindung:

Evangelische Bank Kassel,

IBAN: DE31 5206 0410 0001 1001 06

BIC: GENODEF1EK1

 

Herzlichen Dank!

 

Krippenspiel KiGo Marienhagen

Brot-für-die-Welt-Spende

Brot für die Welt braucht auch in Zeiten ausfallender Gottesdienste Ihre Spende. Sie können sie hier online abgeben: Einfach auf das Bild klicken, und Sie erhalten eine Spendenquittung, herzlichen Dank.

Kollekte für die eigene Kirchengemeinde Vöhl

Wir freuen uns über Ihre Kollekte für die eigene Gemeindearbeit per Überweisung mit dem Stichwort „Kollekte Vöhl“. Bankverbindung:

Evangelische Bank Kassel,

IBAN: DE31 5206 0410 0001 1001 06

BIC: GENODEF1EK1

 

Herzlichen Dank!

 

... aber Weihnachten fällt nicht aus!

 

Hier auf der Homepage wird es zu den Feiertagen einige Neuigkeiten geben wir z.B. eine Video-Andacht, ein Krippenspiel, Musik und Texte. Schaut einfach mal rein und erzählt es weiter!

An Heiligabend werden die Glocken zu den geplanten Gottesdienst-Zeiten läuten, und in den Dörfern wird etwas zu hören sein: In Marienhagen ab 16.30 Uhr, in Vöhl ab 17.30 Uhr und in Asel ab 18.30 Uhr - also einfach Ohren spitzen und Fenster öffnen - lüften sollen wir ja ohnehin...

 

Jan Friedrich Eisenberg

Online-Adventskalender

Weihnachts-Wünsche-Baum in Vöhl

Lieber Besucher der Kirchengemeinde Vöhl!

Wenn du in der Vorweihnachtszeit den Weg in den Glockenturm der Vöhler Martinskirche findest, steht vor dir der Weihnachts-Wünsche Baum. Er ist nicht nur mit Lichtern und leuchtenden Kugeln geschmückt, sondern auch mit Sternen und ein paar guten Wünschen. 

Er soll etwas Licht in diese trübe und dunkle Zeit bringen – so wie es der Prophet Jesaja gesagt hat: 

Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! (Jesaja 60,1)

Menschen aus unserer Gemeinde haben für dich gute Wünsche an diesen Baum gehängt. Scheue dich nicht und nimm dir einen Wunsch mit nach Hause, der der dich persönlich anspricht. Und wenn du jemand anderem eine Freude machen willst, kannst du auch selbst einen guten Wunsch aufhängen.

So können wir das Licht der Welt in diesen dunklen Zeiten in unseren Ort und in unsere Gemeinde tragen und aufleuchten lassen.

Gedicht
Das Gedicht zum Weihnachts-Wünsche-Baum im Glockenturm der Vöhler Martinskirche gibt es hier zum Nachlesen als Download.
Der Weihnachtsbaum im Glockenturm.pdf
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Adventsseite

Unsere Landeskirche hat an dieser Stelle eine Themenseite rund um Advent und Weihnachten geschaltet, sehr interessant zum Nachlesen:

https://www.ekkw.de/aktuell/thema.html

 

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