Kirchengemeinde Vöhl - Unsere Gemeinde

Angebote

Die Kirchengemeinde Vöhl bietet Angebote für Familien mit Kindern (Krabbelgruppe, Kindergottesdienst, Jugendgruppen) und verfügt über einen kirchenmusikalischen Schwerpunkt mit zwei Posaunenchören in Vöhl und Marienhagen, einem Kirchenchor, einer Flötengruppe und einer ökumenischen Tanzgruppe.

 

Die herrliche Lage am Naturpark Kellerwald-Edersee bietet sich an, um viele Gottesdienst im Grünen zu feiern, zum Beispiel auf dem Freizeitgelände in Asel, dem Schlosspark in Vöhl oder auf dem Gebiet der so genannten "Frankenkirche" (s.u.) in Marienhagen.

Zur geschichtlichen und geographischen Lage

Bis zum Jahre 1924 war Vöhl zugleich Dekanatssitz und gehörte mit den Kirchspielen Eimelrod, Höringhausen, Kirchlotheim, Obernburg, Vöhl und Basdorf zu Hessen-Darmstadt. Heute umfasst die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Vöhl die drei Orte Asel, Marienhagen und Vöhl, wobei Vöhl selbst auch der Verwaltungssitz der kommunalen Großgemeinde Vöhl mit den 16 nördlichsten Orten im Kirchenkreis Frankenberg ist (www.voehl.de). Während die drei Orte früher eigenständige Kirchengemeinden bildeten und wohl von jeher von einem Pfarramt in Vöhl versorgt wurden, sind die drei Orte seit 1. Januar 2006 zu einer Kirchengemeinde mit 1250 evangelischen Gemeindegliedern (Stand: 31.12.2015) vereinigt worden.

Die Kirchengebäude

Es gibt in allen drei Orten der Gemeinde jeweils eine Kirche, in der regelmäßig Gottesdienste stattfinden: in Vöhl wöchentlich um 10:30 Uhr, in Marienhagen dreimal im Monat um 9:30 Uhr, und in Asel einmal monatlich um 9:00 Uhr. Darüber hinaus finden in Vöhl und Marienhagen an jedem ersten Sonntag im Monat Abendgottesdienste um 18:00 Uhr bzw. 19:00 Uhr statt.

 

Die Martinskirche Vöhl wurde 1843 erbaut, wobei der massive Wehrturm ursprünglich ist und aus dem 11. oder 12. Jahrhundert stammt. Derzeit finden umfassende Renovierungsarbeiten statt. Trotzdem ist die Kirche jederzeit zu besichtigen; der Schlüssel ist im Pfarramt oder beim Küster erhältlich.

 

Die Kirche in Marienhagen geht auf einen Bau aus dem 13. Jahrhundert zurück - eine große Renovierung fand in den Jahren 1681-82 statt. 1966 ist der Chorraum um einen kleinen Anbau erweitert worden. Die letzte umfassende Renovierung sowie der Einbau einer neuen Orgel fand im Jahr 2003 statt. Die Kirche kann jederzeit besichtigt werden - den Schlüssel gibt es bei der Küsterin oder im Pfarramt.

 

Die Aseler Kirche ist in Wahrheit ein kommunales Mehrzweckgebäude. Es war eines der wenigen Häuser, die beim Umzug des Dorfes Asel wegen der Stauung des Edersees im Jahre 1914 zuerst am neuen Standpunkt des Dorfes neu erbaut worden ist. Eine steile Treppe führt in den Andachtsraum im 1. Stock, die einmal im Monat von den Gemeindegliedern erklommen wird. Auch hier ist eine Besichtigung möglich - den Schlüssel gibt es ebenfalls bei der Küsterin oder im Pfarramt.

 

Eine Besonderheit stellt die Lage des Ortes insofern dar, als dass zum Ort Asel und damit auch zur Kirchengemeinde auch ein Teil südlich des Edersees gehört, dass als „Asel-Süd“ bezeichnet wird. Wenn der Edersee im Spätsommer und Herbst besonders wenig Wasser führt, taucht die alte Aseler Brücke auf, über die man dann die Eder überqueren kann.

Die Kirchengemeinde Vöhl verfügt auch über ein geschichtsträchtiges Gemeindehaus: Das Gebäude ist im Jahre 1865 als alte Schule erbaut worden. Es ist zugleich das Geburtshaus von Kommerzienrat Fritz Henkel, dem Gründer der Henkelwerke Düsseldorf („Persil“). Seit 1957 ist es in kirchlichem Besitz. Viele gemeindliche Gruppen und Kreise sowie kirchliche Veranstaltungen finden hier statt. Darüber hinaus beherbergt das Haus das Büro des Zweckverband Ev. Jugendarbeit Vöhl.

 

Gemeindehaus Vöhl

Schulberg 7, 34516 Vöhl

Eine Besonderheit: Die "Frankenkirche"

Bevor es eine Kirche oder Kapelle zu Marienhagen gab stand draußen im Feld die Frankenkirche. Im Volksmund und auch in amtlichen Plänen werden die Parzellen 199b und 200 in dem Flurstück VI als „alter Kirchhof“ („ahler Kerkhof“) benannt. Diese Bezeichnung lässt erkennen, dass dort der Standort unserer 1. Kirche zu suchen ist.

In einer Schrift über die Quernstkirche heißt es: „Trotz vieler Nachforschungen bleibt vieles im Dunkel.“ In Bezug auf unsere Frankenkirche bleibt vieles noch dunkler. Fest steht nur, dass es sich um eine der Höhenkirchen handelt, die während der Christianisierung des Grenzgebietes zwischen den Machtbereichen der Franken und der Sachsen (Niedersachsen) errichtet wurden.

Über andere Kirchen diese Art in unsere Gegend (Quernstkirche, Fürstenkirche, Büraberg…) ist hinsichtlich ihrer Gestalt und Geschichte viel mehr bekannt als über die Frankenkirche. Vielleicht liegt es daran, dass diese am weitesten nach Norden vorgeschoben also auch am gefährdetsten lag.

Besondere Gefahren entstanden immer wieder bei kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den benachbarten Volksstämmen. Den Vorstößen der Sachsen nach Süden folgten Gegenangriffe der Franken nach Norden. Erinnert sei an den Sachseneinfall im Jahr 778, der bis in den Raum um Laisa führte.

Von der Angst vor feindlichen Überfällen berichtet auch die Marienhagener Glockenbornsage. Da heißt es:

Die Frankenkirche lag auf einer Anhöhe nahe Marienhagen. Vom Kirchturm aus hatte man eine weite Sicht in das Land ringsum. Das Herannahen von Feinden war von hier aus früh zu erkennen. Durch das läuten der Glocken warnte man die Bewohner der Umgebung. Als eines Tages das herannahen großer Feindesschar angemeldet wurde, wollte man die wertvollsten Stücke des Kirchenbesitzes in Sicherheit bringen. Auch die Glocke holte man in Eile herunter und versenkte sie schnell in den nahegelegenen Brunnen.

Als die Feinde abzogen, und man die Glocke wieder an ihren alten Platz hängen, aber – oh weh – sie lagen so tief im Brunnenschacht, dass es unmöglich war, sie wieder herauszuholen. Seit dieser Zeit heißt der Brunnen „der Glockenborn“.

Von dem Bauwerk der Frankenkirche ist kaum noch etwas zu finden. Wie kommt das?

Von der Quernstkirche wird doch berichtet, dass noch vor 100 Jahren dort hohe Mauern – bis zu 6 m – vorhanden waren.

In unserem Fall lagen die Überreste der Kirche so nahe am Dorf, dass es nicht viel Mühe kostete, behauene Steine aus der Ruine zu lösen und für Neubauten ins Dorf zu schaffen. Wir dürfen annehmen, dass es in Marienhagen hie und da, vielleicht besonders an unserer jetzigen Kirche, Mauern gibt, die aus Teilen der ehemaligen Frankenkirche errichtet wurden.


(aus der Festschrift "Kapelle zu Merbenhagen", Pfingsten 1990)

von Karl Weisheit (1919-2002),

Dorflehrer in Marienhagen

 

 

Regelmäßig einmal im Jahr feiert die Kirchengemeinde in Marienhagen einen Gottesdienst im Grünen an der Frankenkirche. Das kleine Wäldchen ist wunderbar gelegen von Marienhagen aus Richtung Vöhl mit herrlicher Aussicht in die Region. Das Grundstück ist heute in privatem Besitz, kann aber jederzeit betreten und besichtigt werden.

Pfarrer Jan Friedrich Eisenberg.

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Wer bereitet dem Raben die Speise, wenn seine Jungen zu Gott rufen und irrefliegen, weil sie nichts zu essen haben? (Hiob 38,41) Der Herr ist reich für alle, die ihn anrufen. (Römer 10,12) © ebu.de - Info: losungen.de - RSS: hradetzkys.de
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