Kirchengemeinde Vöhl: Asel, Marienhagen, Vöhl

Vöhl, Martinskirche

Kirchweg 8

34516 Vöhl

Marienhagen

Mittelweg 5

34516 Vöhl-Marienhagen

Asel

Zum Homberger Born 4

34516 Vöhl-Asel

 


Ev.-luth. Pfarramt Vöhl

Pfarrer Jan Friedrich Eisenberg

 

Gartenstraße 22

34516 Vöhl

Tel.: 0 56 35 - 84 39

Fax: 0 56 35 - 99 26 92

Mail: pfarramt.voehl@ekkw.de

Kirchenbüro Vöhl-Waldeck

Susanne Jäger

Assistentin

 

Burgstraße 9

34516 Vöhl-Obernburg

Tel.: 05631 502769

Fax: 05631 61905

Mail: kirchenbuero.voehl-waldeck@ekkw.de

 

Das Kirchenbüro ist in der Regel an Werktagen vormittags besetzt.

Gottesdienst

Vöhl

Sonntag, 10:30 Uhr

(wöchentlich)

 

 

Marienhagen

Sonntag, 9:30 Uhr

(dreimal im Monat)

 

Kindergottesdienst einmal monatlich Sonntag, 10:00 Uhr im Treffpunkt

Asel

Sonntag, 9:00 Uhr

(einmal monatlich)


Aktuelles

Liebe Gemeindeglieder!

 

Wegen der Corona-Pandemie ist der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Vöhl zu einschneidenden Maßnahmen gezwungen. Als Pfarrer der Kirchengemeinde gebe ich Ihnen diese hiermit zur Kenntnis:

 

1.: Gottesdienste
Gottesdienste sind uns (und allen anderen Glaubensgemeinschaften und Religionen) von Seiten des Staates bis auf weiteres untersagt, und zwar ohne Nennung eines Enddatums! Das betrifft auch sämtliche Passions- und Ostergottesdienste!

 

2.: Absage der Konfirmationen am 19. April 2020
Daraus folgt auch, dass die Konfirmation am 19. April 2020 abzusagen ist. Der Kirchenvorstand ist sich darin einig, dass es zum heutigen Zeitpunkt, wo jeden Tag aufgrund neuer Informationen weitere einschneidende Maßnahmen von staatlicher Seite getroffen werden, einfach unseriös wäre, einen genauen Alternativtermin zu nennen. Das können und werden wir erst tun, wenn nach ein paar Wochen absehbar ist, ob die jetzigen drastischen Maßnahmen Wirkung zeigen.

 

3.: Beerdigungen
Beerdigungen sollen stattfinden, allerdings ausschließlich im Freien und mit der geringst möglichen Zahl an Teilnehmenden. Die hessische Landesregierung hat mit Wirkung vom 20.03.2020 ohnehin Veranstaltungen von über 6 Personen untersagt. Näheres werde ich mit den Angehörigen in jedem Einzelfall besprechen.

 

4.: Gruppen und Kreise
Sämtliche kirchlichen Gruppen und Kreise dürfen bis auf weiteres nicht stattfinden!

 

5.: Seelsorge
Ich stehe Ihnen weiterhin täglich gerne per Telefon oder E-Mail zum seelsorglichen Gespräch oder für Rückfragen zur Verfügung – scheuen Sie sich nicht, mit mir auf diese Weise in Kontakt zu treten, wenn Sie es wünschen!

 

Es sind kuriose Zeiten, aber ich bin guten Mutes, dass die Einschnitte ja wirklich nur zu unserem Wohl sind. Es gilt, die Infektionskurve möglichst flach zu halten, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet wird, und wir können unseren Beitrag dazu leisten, auch und gerade jeder einzelne!


Den Worten der Bischöfin und 2. Timotheus 1,7 schließe ich mich gerne an:

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht,
sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“

 

Bleiben Sie gesund und behütet!

 

Herzliche Grüße
Ihr Pfarrer

Jan Friedrich Eisenberg

 

Gedanken zu Palmsonntag, 5. April 2020

Zum Anhören
Hier können Sie sich die Andacht zum Palmsonntag anhören.
Palmsonntag.mp3
MP3 Audio Datei 7.9 MB

Liebe Leserin, lieber Leser!

 

Die 2. Woche ist rum. Die 2. Woche, in der wir unsere sozialen Kontakte um uns herum einschränken. Wir halten Abstand – und das ist auch gut so. Und was haben wir noch für ein Glück! Vergangene Woche war das Wetter schön, man konnte rausgehen, spazieren gehen und trotz der allgemeinen Unsicherheit etwas für sich und sein Wohlbefinden tun. Bei dem einen oder anderen sind vielleicht sogar Frühlingsgefühle wach geworden. Die äußeren Bedingungen bei uns hier auf dem Land sind doch wirklich wunderbar! Es tut gut, das einander zu sagen und sich so gegenseitig zu stärken und sich des eigenen Lebens zu vergewissern.

 

Schon jetzt merke ich an mir selbst, wie ich gerne in die Zukunft schauen möchte. Ich sehne mich nach einer Zeit danach... Aber die täglichen Fernsehnachrichten holen mich dann jäh zurück in die Realität, und ich merke, dass ich noch viel Geduld haben muss. Geduld ist nicht so meine Stärke. Ich erzähle häufiger über mich: „Als Gott die Geduld verteilte, stand ich hupend im Stau…“ Und dennoch brauchen wir jetzt Geduld, wir alle. Denn nur wenn wir abwarten, wenn wir uns weiterhin zurückhalten und unsere Aktivitäten drastisch einschränken, nur dann können wir einander helfen.

 

Aber in die Zukunft schauen darf man trotzdem. Ich schaue auf den Sonntag der kommenden Woche, es ist Palmsonntag. Ich mag den Sonntag, denn er ist so schön anschaulich, dass selbst Kinder verstehen, an was wir an dem Sonntag denken. Palmsonntag hat seinen Namen nämlich von Palmzweigen. Im Evangelium für Palmsonntag lesen wir bei Johannes, dass Jesus zum Passahfest nach Jerusalem kommt. Er setzt sich auf einen jungen Esel, wie es bereits im Alten Testament beim Propheten Sacharja geschrieben steht, und reitet damit nach Jerusalem ein. „Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der König von Israel!“, rufen die Menschen und freuen sich (Johannes 12,13). Sie jubeln ihm zu, begrüßen ihn wie einen König und legen Palmzweige auf seinem Weg nieder. Das war so etwa der rote Teppich von damals. Daher hat der Sonntag seinen Namen.

 

Palmzweige niederlegen, den roten Teppich ausrollen… Darüber lohnt sich doch gerade in diesen Tagen mal nachzudenken! Wem rollen wir unseren roten Teppich aus? Wem bringen wir unsere Ehrerbietung entgegen? Und vor allem, wer hat denn wirklich Ehre verdient? Ich glaube, dass die Pandemie in dieser Hinsicht auch wirklich eine Chance sein kann, wenn sie nämlich unsere menschlichen Maßstäbe mal relativiert und gerade rückt. Ehre hat dieser Tage derjenige verdient, der seine Gesundheit aufs Spiel setzt, weil er tagtäglich seiner Arbeit nachgeht und dabei ganz vielen Menschen sehr nahekommt. Und davon gibt es viele: die Menschen im Einzelhandel, in Bäckereien und Metzgereien, im Supermarkt und bei den Discountern, die Fernfahrer und die gesamte Logistikbranche, und natürlich der medizinische Bereich, Gesundheit und Pflege. Und noch viele mehr! Ihnen gebührt Ehre, ihnen können und müssen wir den roten Teppich ausrollen!

 

Und während mir diese und andere Berufsgruppen durch den Kopf gehen, merke ich, wie sie gerade nicht zu denjenigen gehören, die sonst im gesellschaftlichen Mittelpunkt stehen. Es sind nicht die Reichen und Wohlhabenden, es sind nicht diejenigen, die großen Einfluss haben, es sind nicht die Mächtigen dieser Welt. Doch genau sie sind für uns gerade jetzt so unendlich wichtig, ihnen gebührt der rote Teppich!

 

Und ich finde, das passt ganz wunderbar zu dem, was Jesus wichtig war. Jesus ist gerade zu denen gekommen, die nicht im Mittelpunkt standen. Er hat einen Blick gehabt für sie. Allein dadurch, dass er sich ihnen zugewandt hat, hat er ihnen Ehre gegeben und sie wertgeschätzt. Für Jesus war das selbstverständlich, und er hat uns aufgetragen, uns genauso zu verhalten – Nächstenliebe nennen wir das. Machen wir‘s ihm doch nach und lassen wir denen unsere Anerkennung zu kommen, die es verdient haben – gerade in dieser schwierigen Zeit.

 

Und aus welcher Haltung heraus sollten wir das tun? Auch da lohnt ein Blick in das Evangelium von Palmsonntag: Auf einem Esel ist Jesus nach Jerusalem hineingeritten – gerade nicht hoch zu Ross! Statusverzicht hat mein Lehrer Gerd Theißen aus Heidelberg das genannt. Jesus begnügt sich mit einem Esel, das reicht ihm. Gerade dadurch kommt er den Menschen ganz nah, versteht ihre Sorgen und Nöte und nimmt sie ernst. Vielleicht können wir uns von dieser Haltung eine Scheibe abschneiden und so unseren Beitrag für ein solidarisches Miteinander leisten. Denn genau davon leben wir in diesen besonderen Zeiten.

 

Ich wünsche mir, ich wünsche uns allen viel Geduld in den nächsten Wochen, denn die werden wir noch brauchen. Und ich wünsche uns die Fähigkeit, einander mit der Wertschätzung anzusehen, die Jesus uns vorgelebt hat. Mit dieser Haltung möchte ich in die kommende Karwoche gehen, in der wir an Jesu Leiden und Sterben denken. Vielleicht hilft uns das, in die Zunkunft zu schauen und es dann Ostern in unseren Herzen werden zu lassen.

 

Bleibt weiterhin gesund und behütet!

 

Herzlichst
Jan Friedrich Eisenberg

Palmsonntag, 5. April 2020
Die Andacht steht Ihnen hier als pdf zum Download zur Verfügung.
Palmsonntag.pdf
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Gedanken zum Sonntag, 22. März 2020

Zum Anhören
Hier können Sie sich die Andacht anhören.
Freue dich.mp3
MP3 Audio Datei 4.6 MB

Liebe Leserin, lieber Leser!

 

Am Ende einer für mich, für uns alle sehr außergewöhnlichen Woche schreibe ich diese Zeilen. Das öffentliche Leben in unseren Orten wird weitestgehend abgebremst, mehr noch, es wird fast zum Stillstand kommen. Und ja, das ist gut, richtig und nötig! Nur wenn wir zu Hause bleiben, nur wenn wir unsere sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränken, nur dann können wir dem Virus begegnen und die Infektionskurve möglichst flach halten. Und dazu kann jeder einzelne seinen Beitrag leisten. Also gilt für jeden von uns: Bleib zu Hause – oder wie es ein Internet Blog mit drastischen Worten sagt: www.staythefuckathome.com/de/! Und ich habe mittlerweile überhaupt kein Verständnis mehr für die Leute, die sich daran nicht halten! Aber zum Glück gibt es auch ganz viele vernünftige Menschen! Vielen Dank an euch! Es gibt immer noch genug Leute, die in sogenannten kritischen Bereichen des sozialen Lebens an die Arbeit gehen müssen. Machen wir ihnen ihre Arbeit möglichst leicht und bleiben zu Hause.


Am Ende einer für mich sehr außergewöhnlichen Woche blicke ich aber auch auf diesen Sonntag, mit dem eine neue Woche startet: Am 22. März feiern wir den Sonntag „Lätare“, d.h. „Freue dich!“ Freue dich? Wie passt das denn?! Wie kann man sich denn in diesen Tagen freuen? Doch, ich glaube, es passt ganz wunderbar! Entgegen den allgemeinen und diffusen Ängsten vor einer unsichtbaren Macht, die sich immer weiter ausbreitet, klingt der Name des Sonntags fast wie Musik in meinen Ohren und wie eine Aufforderung: „Freue Dich!“ Freue dich über mehr Zeit. Freue dich über das, was du hast. Freue dich über die Menschen, mit denen du jetzt über Telefon und Internet ganz anders in Kontakt kommst. Freue dich deines Lebens!

 

Einer der Bibeltexte für den Sonntag Lätare lässt mich aufhorchen: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ Fett gedruckt steht er im Alten Testament beim Propheten Jesaja 66,6. Trost – ja, den kann ich gerade wahrlich gut gebrauchen! Trost brauche ich gerade angesichts dieser so ungewöhnlichen Situation in der Welt, in unserem Ort, und in meinem Leben. Und ich finde diesen Trost im Glauben! Im Glauben an Gott und seinen Sohn Jesus Christus. Gott ist kein ferner Gott im jenseits, der unberührt und zynisch auf uns Menschen und unsere derzeitigen Probleme und Ängste schaut. Gott ist ein Gott, der mitfühlt, der mitleidet. Warum? Das können wir in der Geschichte seines Sohnes Jesus Christus sehen, an die wir jetzt gerade in der Passionszeit denken. Auch Jesus hatte das Gefühl, von Gott verlassen zu sein. Vielleicht geht es dem einen oder anderen von uns genauso. Das, was mit Jesus dann am Kreuz passiert ist, wird aber erst von Ostern her verstanden, d. h. es wird rückwärts verstanden! Jesus ist auferweckt worden von den Toten, Jesus ist auferstanden, er hat den Tod überwunden.

 

Bei diesem Gedanken möchte ich kurz bleiben. Wie schön wäre es, die jetzige Krise rückwärts zu verstehen! Diese Idee kam mir, als ich einen Text vom Zukunftsforscher Matthias Horks gelesen habe. Trauen wir uns doch einen Augenblick lang, uns für eine gewisse Zeit von ein paar Monaten in die Zukunft zu versetzen, und von dort aus rückwärts auf die jetzige Situation zu schauen. Wie schön wäre es da zu erkennen, welch neue Lebensmöglichkeiten die jetzige Lage gebracht hat. Weniger Verkehr und Tourismus hat zu einer deutlichen Reduzierung des CO2-Ausstoßes geführt – die Welt wird sauberer! Weniger Hetze im Alltag hat zu mehr Kommunikation mit lieben Menschen geführt – die Welt wird kommunikativer und liebevoller. Weniger Bewegungsfreiheit hat zu mehr Solidarität und Konstruktivität geführt – die Welt wird umgänglicher.
Mag sein, dass der eine oder andere von euch mich für naiv hält. Aber es entspricht meinem Glauben an einen Gott, der durch seinen Sohn Jesus von Nazareth sehr viel Barmherzigkeit in die Welt gebracht hat. Denn das war Jesu Botschaft von seinem Vater im Himmel: „ Seid barmherzig, wie auch der Vater barmherzig ist.“ Von dieser Barmherzigkeit hat er nicht nur geredet, sondern er hat sie gelebt. Diese Barmherzigkeit, an die will ich glauben, denn sie passt so wunderbar zu der anderen Botschaft vom Propheten Jesaja: : „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“

 

Am Ende einer für mich sehr außergewöhnlichen Woche nehme ich Trost mit: Gott ist unser barmherziger Vater im Himmel, er geht mit uns, er steht an unserer Seite, auch und gerade in diesen schwierigen Zeiten – sein Segen begleitet uns. Mit dieser Glaubensgewissheit lasse ich mich von ihm trösten, so wie es Jesaja sagt. Darüber kann ich mich freuen.

 

Bleibt gesund und behütet!
Herzlichst, Jan Friedrich Eisenberg

Freue Dich!
Den Gedanken zum Sonntag gibt es hier als Download.
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