Andacht zum 1. Sonntag nach Ostern

von Pfrin. Ursula Chr. Nobiling

Liebe Gemeinde!

 

„Und was kommt jetzt?“

 

Über Wochen tasten wir uns durch die Corona-Krise langsam voran. Kontakt- und Reiseverbote halten uns fest im Griff. 

 

In meinem inneren Zeitfenster war die Abstinenz bis zum Ende der Osterferien abgespeichert. Das Osterfest kam, wir erlebten eine Fülle von alternativen Gottesdienstformaten und guten Idee, den Glauben zu leben. Eine Hochzeit der christlichen Kreativität.

 

Dann kam der Mittwoch. Neue Entscheidungen. Eine Verlängerung der Corona-Einschränkungen bis Anfang Mai; und was dann kommt, ist auch noch nicht ganz klar. 

 

Die Laune sinkt und das, obwohl uns der Himmel mit herrlichstem Sonnenschein verwöhnt. Der Drang geht zur Freiheit, zum Planen von Urlaub und schönen Freizeitangeboten. Noch einmal wochenlang still halten, wo die Energie des Frühlings in den Adern pulsiert, ist schwer zu ertragen. 

Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. Denn ein jeder Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes. Prediger 3,12f

Seit Jahrtausenden sehen Menschen, dass wir unser Leben nur bedingt in den Händen halten. Wir müssen Vieles einfach nehmen, wie es kommt. Gott hilft uns, dabei zufrieden und glücklich zu bleiben. Denn alles hat seine Zeit. Weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit. Klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit. Was wir nicht ändern können, müssen wir ertragen.

 

Ostern hat gezeigt, dass wir in der Entfernung mutig zusammen glauben. Ermutigen wir uns weiter gegenseitig! Beten wir zu Gott, dass er uns die Weisheit und die Geduld schenkt, die wir brauchen um diese weiteren Wochen fröhlich zu überstehen. 

 

 

Pfarrerin Ursula Chr. Nobiling / Quasimodogeniti 19.04.2020

 

Fürbittengebet 19.04.2020

 

Gott des Lebens, 

wenn wir in Angst und Sorge sind,

befreist du uns. Du hilfst und rettest.

Sei unser Halt in Leiden und Gefahren,

dass wir uns nicht auf uns selbst verlassen,

sondern von dir bitten und erwarten,

was du uns geben willst:

Mut zum Leben und Leben im Tod.

 

Gott wir bitten: 

für unsere Eltern und alle, die uns mit ihrer Liebe begleiten:

Lass ihre Sorge nicht größer werden als ihre Zuversicht. 

 

Für unsere Verwandten, Freunde und Bekannten

und für alle, mit denen wir zusammen leben und arbeiten:

dass wir einander auch in der Entfernung verbunden bleiben 

in guten und bösen Tagen, in Vertrauen und gegenseitigem Verstehen.

 

Für die Großen der Weltpolitik:

dass sie alles daran setzten, die Corona-Krise gemeinsam zu meistern 

und allein das Wohl und den Frieden der Menschen suchen.

 

Herr, unser Gott,

dir verdanken wir unser Leben

inmitten einer Welt voll Veränderung und Vergänglichkeit.

Stärke uns in der Hoffnung,

dass die schlechten Zeiten ein Ende nehmen.

Gib uns Geduld zu ertragen, was wir nicht ändern können. 

 

Darum bitten wir dich durch unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn,

der uns in Tod und Auferstehung den Weg vorausging

und der mit dir lebt in Ewigkeit. 

Amen

Seite durchsuchen

Kirche von zu Hause

Das Coronavirus schränkt  das Leben ein. Natürlich ist Kirche davon nicht ausgenommen. Deswegen hat die EKD einige Alternativen zusammengestellt, wie der Glaube auch ohne Ansteckungsgefahr gelebt werden kann.

Jahreslosung 2020

#gutezeichen