Andacht zum Sonntag Trinitatis (7. Juni 2020)

Pfr. Til Anders Follmann

 

Der Friede Gottes sei mit euch allen!

 

 

Liebe Gemeinde, liebe Freunde, liebe Familien!

 

Gott ist der große Liebende! Und er ist der große Segnende. Er hat mit seiner Welt nur Gutes im Sinn.

 

 

 

Ja, Gott liebt das, was er geschaffen hat, und er segnet es: Und siehe. - Es ist sehr gut. Das helle, warme Licht und die bergende Dunkelheit, die wogenden Meere, die sanft fließenden Flüsse und die sprudelnden Bächlein, den blauen, blauen, weiten Himmel über dem Land, das grüne Gras und die hohen Bäume, über die der Wind weht, die leuchtenden Blumen, die springenden Fische, die vielen schnatternden, fiependen und zwitschernden Vogelarten, die vielen Landtiere, die da trompeten, muhen, fauchen und blöken. Das ist sehr gut. Ja, - und eben uns Menschen. Das ist sehr gut. Und die Schöpfungsruhe, auch sehr gut! Gott liebt diese Welt!

 

Die Bibel erzählt: Gott befindet sich in einem Lernprozess mit uns Menschen: Es ist eben nicht alles so prima mit uns Menschen. Ja, wir Menschen sind sündig, weil habgierig, neidisch und machtversessen, - aber auch anfällig, verzweifelt,  trostlos und einsam. Trotz seiner Enttäuschung schließt Gott, der Barmherzige, einen Bund mit uns: „Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe.22 Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. 12 Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich geschlossen habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier bei euch auf ewig: 13 Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.14 Und wenn es kommt, dass ich Wetterwolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken.“

 

Der Regenbogen ist das sichtbare Zeichen seines Segens bzw. seines Bundes!  Auf ewig!

 

 

 

Der Mensch ist mehr oder weniger ein fühlendes Wesen. Gottes Segen ist spürbar im frischen Wasser, im warmen Hauch des Windes, im guten Essen, dass wir zu uns nehmen. Das sind spür und fühlbare Zeichen seines Bundes!

 

 

 

Gott findet ein andere Zeichen seines Bundes! Unmissverständliche, erläuternde Zeichen! Hörbare Zeichen! Worte! Und Gott spricht: „22 Und der HERR redete mit Mose und sprach:23 Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie asegnet:24 Der HERR segne dich und behüte dich;25 der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir bgnädig;26 der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“

 

 

 

Was sind und was bewirken eigentlich Segensworte? Segensworte sind wirksame Worte: Sie erschaffen Realität, weil Gott uns zum Beispiel im Gottesdienst oder eben im Alltag segnet! „Gott segne Dich!“  Wie viele Menschen haben schon diese drei Worte gesprochen! Und wie gut das tut! Segensworte weisen immer auf die Segnenden. Menschen, die Segen geben, sind  gesegnet und sie weisen damit auf Gott hin.

 

Segensworte gründen und erhellen Beziehungen: Zwischenmenschlich, - und zwischen Gott und den Menschen:  Gott ist so ein erkennbarer Gott und Basis unseres Segens. Und diesen Gott bezeugen  wir Christinnen und Christen, durch Jesus, den Christus:  Als den Dreieinigen und immer den Gott, der mit Israel einen festen Bund geschlossen hat. Deshalb können auch wir, aufgenommen in den Bund, mit den Worten des Alten Testamentes von Gottes Liebe sprechen und sie als Segen weitersagen.

 

Segen hat seine Zeiten und seine Orte: Morgens und abends, im Gottesdienst, in Lebenssituationen oder in Krisensituationen, wie jetzt! Und Segen läuft auch manchmal so völlig anders! Herzlich und frisch von der Leber weg! Segen ist immer Vergegenwärtigung von Gottes bergender und warmer Liebe. Gottes Segen tut uns immer gut! Denn Gott hat mit seiner Welt nur Gutes im Sinn! Amen!

 

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