Bischöfin Dr. Beate Hofmann besucht Kirchenkreis

Erlebnisreicher Tag mit spannenden Eindrücken

Bad Wildungen/Frankenberg. Seit acht Monaten ist Beate Hofmann, die neue Bischöfin der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) im Amt, nun besuchte sie im Rahmen ihrer „Kirchenkreiserkundungen“ den Kirchenkreis Eder. Dabei ging es ihr um „bewährte und neue Wege“ in der kirchlichen Arbeit. Einen ganzen Tag lang informierte sie sich in Frankenberg und Bad Wildungen über die Besonderheiten vor Ort und kam mit Menschen ins Gespräch, die das regionale Gesicht der Kirche prägen. Auch der Umgang mit der Corona-Pandemie war ein Thema. „Wir haben über acht Wochen Kirche ohne Veranstaltungen in den Gebäuden erlebt, und es hat funktioniert“, sagt die Bischöfin. Es habe sich gezeigt, dass Kirche neue Wege gefunden habe, um die Botschaft des Evangeliums auch ohne Zusammenkünfte zu verbreiten. Hofmann: „Kirche sein heißt auch, in Bewegung zur sein und sich nicht nur an festen Strukturen abzuarbeiten. So können wir Menschen neu erreichen. Das müssen wir uns auch für die Zeiten nach Corona bewahren.“ 

 

Den Auftakt der Reise machte die Kurseelsorge in Bad Wildungen und Reinhardshausen. „Wir konnten unserer Bischöfin aufzeigen, wie wichtig die Seelsorge an den Kurgästen ist und wie sehr die Kurgäste das Bild in Stadt und Kirchengemeinde prägen“, freut sich Kurseelsorger Jörn Rimbach, der zusammen mit seinen Kolleginnen Kerstin Hartge, Johanna Rau und Evelin Härlin die Bischöfin in Reinhardshausen begrüßte. Durch die Kliniken sei viel Bewegung in der Region, Menschen kämen mit Hoffnung auf Besserung ihres gesundheitlichen Zustandes in die Kurstadt und suchten dabei auch oft Begleitung durch die Kirche. „Dann ist es wichtig, dass wir mit unserem Angebot präsent sind und Antworten auf die existentiellen Fragen geben können“, sagt Rimbach. Dekanin Petra Hegmann stellt fest: „Der Kirchenkreis wird von seinen örtlichen Kirchengemeinden geprägt, es gibt aber wie in der Kurseelsorge auch „Gemeinden auf Zeit“, in denen Menschen kommen und gehen“. Beides habe seine Berechtigung.  

Chancen, Grenzen und Herausforderungen

Unter der Überschrift „Chancen, Grenzen und Herausforderungen“ sprachen anschließend Bischöfin Beate Hofmann und Dekanin Petra Hegmann in Frankenberg. Thema waren die gute Zusammenarbeit in den Kirchengemeinden und Kooperationsräumen, aber auch die Schwierigkeiten, sich als Kirche mit weniger Mitgliedern gut aufzustellen. Bei dem anschließenden Treffen der Bischöfin mit den Mitgliedern des Kirchenkreisvorstandes in der Frankenberger Liebfrauenkirche  ging es um den individuellen Traum von Kirche. Jan-Friedrich Eisenberg, stellvertretender Dekan, wies auf die Besonderheiten der ländlichen Struktur hin. So sorge die dünne Besiedelung der Region zu einem Kirchturmdenken. Die Gemeinde erwarte, dass möglichst viel vor Ort angeboten werde. Das sei zukünftig nicht mehr leistbar. Sein Traum: Eine Kirche, die regional aufgestellt ist und Gemeinschaft für viele schafft. Das ist auch der Bischöfin wichtig. „Das Pfingstfest hat uns gezeigt: Im Angesicht des Glaubens verstehen sich verschiedene Menschen. Kirche ist Gemeinschaft der Vielen an ganz verschiedenen Orten.“

Wichtige Impulse aus der Jugendarbeit

Dass von der Jugendarbeit im Kirchenkreis wichtige Impulse für das Gemeindeleben ausgehen, zeigte Jugendpfarrerin Kerstin Palissar mit ihrem Team in einer digitalen Konferenz. Mit 26 Jugendlichen und hauptamtlich Mitarbeitenden stellten sie der Bischöfin ihre Schwerpunkte vor. Ob Church-Night, Ferienspiele, Freizeiten oder Tanz- und Musikworkshops, die Begeisterung für dieses wichtige Arbeitsfeld kam an.

 

Neugierig fragte Beate Hoffmann an vielen Stellen nach und ließ sich von den Emotionen anstecken. Dekanin Petra Hegmann ist mit dem Tag zufrieden „Es gibt hier viele Menschen, die sich kreativ und für ihre Kirche einsetzen und damit auch andere für den evangelischen Glauben begeistern. Das ist einfach schön!“  

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