Kirchen-Radweg rund um den Edersee feiert einjähriges Bestehen

Kirchenkreis. Es gibt sicher schöneres Wetter für eine Radtour als den Dauerregen am vergangenen Samstag. Doch einige „Unentwegte“ waren der Einladung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck  gefolgt und radelten ein Stück des „Kirchen am  Eder-Radweg“ von Waldeck nach Mandern. Dabei ging es nicht darum dem Wetter zu trotzen, sondern  den ersten Geburtstag des Radweges und die Zertifizierung der vier angesteuerten Kirchen als Radwegekirchen zu feiern.  Das Motto der 23 km langen Tour lautete „Suche Frieden und fahre ihm nach“ und startete in Waldeck an der Kirche mit einem Radlerfrühstück. Hausherr Pfarrer Till Anders Follmann und Waldecks Bürgermeister Jürgen Vollbracht begrüßten die wetterfesten Radler und schickte die gut zwanzig köpfige Truppe zum nächsten Zwischenziel nach Affoldern. In der dortigen Kirche erwartete Pfarrer Clemens Blum und der Posaunenchor Edertal die Tour-Teilnehmer. Blum erinnerte an die Bombardierung der Sperrmauer und die traurige Erkenntnis dass im Krieg Niemand im Abseits liegt, noch nicht einmal das kleine Edertal. Er erinnerte an die Auswirkungen für Affoldern und die Geschichte der wiederherrichteten Kirche. „Ich hoffe wir haben daraus gelernt und sind andere geworden“ resümierte er mit Blick auf das Motto des Tages. Musikalisch begleitete der Posaunenchor Edertal unter der Leitung von Michael Heinze die Andacht und hatte mit „Raindrops are fallen on my heat“ zweifelsfrei das Lied des Tages im Repertoire. Aufgewärmt und personell Verstärkt führte die Tour weiter nach Wega, wo Pfarrerin Silvia Brusius und ihre Konfirmanden die Radfahrer in der Kirche zum Thema „Frieden virtuell“ begrüßten. Die vierte und letzte Kirche des Tages war die Katharinenkirche in Mandern, in der ein Gottesdienst mit Dekanin Petra Hegmann, Pfarrer Hubertus Marpe und der Gitarrengruppe „Viel-Saitig“ gefeiert wurde. Die Radtour endete mit einer zünftigen Geburtstagsfeier bei der Würstchen, Getränken, Kaffee und Kuchen nicht fehlen durften. 

Die zuständige Fachreferentin der EKKW  Nina Wetekam (Projektleiterin Radwegekirchen) freute sich über das erfolgreich verlaufene Zertifizierungsverfahren und die Rückmeldungen der Kirchenbesucher seit Beginn des Projekts. „Von offenen Kirchen und dem Info-System, profitieren nicht nur Touristen auch Gemeindemitglieder sind begeistert“ erklärt Wetekam stolz. Einmalig in Europa sind die Kirchen am Eder Radweg mit einem multimedialen,  Informationssystem ausgestattet. Besucher können an den Geräten im Innenraum der Gotteshäuser durch einfachste Bedienung in die Geschichte der Kirche und des Ortes eintauchen, Andachten und Musikstücken lauschen, Rätsel lösen oder Tipps für die Weiterfahrt erhalten. Der erste Kirchen-Radweg in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck verbindet seit 2018 vierzehn Kirchen des Kirchenkreises Eder auf einer Gesamtstrecke von 110 km. Er führt einmal um den Edersee herum und geht dann von der Staumauer in östlicher Richtung entlang der Eder bis nach Mandern.

 

Autorin: Tina Fischer / WLZ

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