Lichterglanz zu St. Martin

Kirchengemeinden bieten Ersatz für ausgefallene Martinsumzüge

Frankenberg/Bad Wildungen. In vielen Gemeinden ist es Tradition, dass zu St.-Martin (11. November) die Kinder mit ihren Laternen den Gottesdienst besuchen und anschließend durch den Ort ziehen. So soll an die Tat des späteren Bischofs Martin von Tours erinnert werden, der als junger Mann im kalten Winter seinen Soldatenmantel mit einem Bettler geteilt hat und so ein bis heute eindrückliches Zeichen christlicher Nächstenliebe hinterließ. Durch die Corona-Pandemie ist das jedoch in diesem Jahr nicht möglich. Deshalb haben sich einige Kirchengemeinden Alternativen überlegt. Im Hohen Lohr, Frankenau, Niederwerbe, Haine, Sachsenhausen und Viermünden nehmen die Gemeinden an der deutschlandweiten Aktion „Laternen Fenster“ teil, die vom 1. bis zum 11. November geht. Kinder werden dazu aufgerufen, Laternen zu basteln und in die Fenster zu stellen, so dass sie von außen gesehen werden können. Ganz im Sinne von St. Martin soll mit Hilfe der Lichter Hoffnung in dieser schwierigen Zeit geschenkt werden. Viele der Teilnehmenden fühlen sich so miteinander verbunden und bewundern gegenseitig die geschmückten Fenster. In Sachsenhausen bekommt dazu jedes Kind von 3 bis 12 Jahren in den nächsten Tagen einen Briefumschlag nach Haus geliefert, in dem ein Bastelbogen für eine Laterne, ein Teelicht, die Geschichte von Sankt Martin und ein Gruß der Kirchengemeinde enthalten ist.

 

In den Kirchengemeinden Bad Wildungen, Kleinern, Bergheim und den Wildunger Walddörfern können sich die Kinder Basteltüten in und vor den Kirchen oder dem Gemeindehaus (Wildungen und Bergheim) im Dorfladen (Kleinern) oder den Pfarrämtern (Wildunger Walddörfer,Kleinern) abholen. Darin enthalten ist auch eine Leuchtbanderole zum Anmalen und Verschenken. Pfarrerin Kerstin Palisaar aus Bergheim erklärt: „St. Martin ist das Fest des Teilens. Wir wollen Menschen, die dringend ein Licht in der Dunkelheit brauchen, eines schenken.“ Um 18 Uhr ist in den Orten außerdem ein Flashmob geplant. Zum Glockenläuten sollen die Kinder mit ihren Laternen vor das Haus treten. Hierbei ist der vorgeschriebene Abstand zu anderen Haushalten einzuhalten. Coronabedingt wird darum gebeten, vom gemeinsamen Singen abzusehen.  

 

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