"Menschen dazu bewogen, Christus nachzufolgen"

Nach 29 Jahren in Frankenberg geht Pfr. Horst Schiffner in den Ruhestand

von Karl-Hermann Völker (HNA)

Dank und Segenswünsche: Viele Wegbegleiter waren in die Liebfrauenkirche zum Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Horst Schiffner (vorn Mitte) gekommen. Dekanin Petra Hegmann (3. von li.) entpflichtete ihn offiziell von seinem Dienst. Foto: Rimbach
Dank und Segenswünsche: Viele Wegbegleiter waren in die Liebfrauenkirche zum Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Horst Schiffner (vorn Mitte) gekommen. Dekanin Petra Hegmann (3. von li.) entpflichtete ihn offiziell von seinem Dienst. Foto: Rimbach

Frankenberg – „Er hat Menschen dazu bewogen, Jesus nachzufolgen. Das war sein größtes Anliegen“, sagte Dekanin Petra Hegmann, als sie am Sonntag in einem Festgottesdienst in der Liebfrauenkirche Pfarrer Horst Schiffner von seinem Pfarramt entpflichtete und ihm gemeinsam mit Pfarrer Christoph Holland-Letz und Kirchenvorsteherin Eva-Maria Jerrentrup Segen für seinen Ruhestand zusprach. Schiffners Dienstzeit im Pfarramt Frankenberg 3 mit Friedrichshausen endete nach 29 Jahren, in denen er sich neben Predigtdienst und Seelsorge besonders für Ökumene, Vernetzung mit der evangelischen Allianz und die Partnerschaft mit der lutherischen Kirche in Südafrika einsetzte.

 

Viele Gemeindemitglieder, Gäste und Wegbegleiter waren in die Liebfrauenkirche zum Verabschiedungsgottesdienst gekommen, der von festlicher Orgelmusik und Chorsätzen der Kantorei mit Nils-Ole Krafft verschönert wurde. In seinen eigenen Rückblick auf seine Zeit als Seelsorger in Frankenberg flocht Horst Schiffner den Dank ein an alle von ihnen für ihre „Begleitung, Unterstützung und Gebete“. Er habe den langen Weg von 29 Dienstjahren wandern können mit der verlässlichen Hilfe von Gott, „der zu uns Menschen kommen will“. Angesichts anstehender einschneidender Veränderungen sehe er im Mut, sich zu Jesus zu bekennen, eine Überlebensfrage der Kirche, so Schiffner in seiner Abschiedspredigt,

 

Eine ganze Generation habe Pfarrer Schiffner in 29 Jahren mitgeprägt und dabei in der Gemeinde zahlreiche Spuren hinterlassen, erklärte Kirchenvorstandsmitglied Helmut Schomann. Er lobte Schiffners „Ruhe und Geduld, auch einmal an der richtigen Stelle zu schweigen, zuzuhören, dann zu raten“. Bürgermeister Rüdiger Heß hob in seinem Dank der Stadt Frankenberg den Einsatz und die seelsorgerliche Nähe hervor, mit der der scheidende Pfarrer „auf die Menschen zugegangen ist“.   

 

„Sie haben immer stärker auf eine gemeinsame Stimme der Kirchen in der Gesellschaft statt auf Unterschiede geachtet“, stellte Pater Bonifatius Heidel in seinem Grußwort für die katholische Pfarrgemeinde fest. Er erinnerte an gemeinsame Gottesdienste und Altennachmittage. „Ökumene war Ihnen eine große Aufgabe.“ Mit großer Wertschätzung würdigte auch Pastor Joachim Markwart im Auftrag der Freien evangelischen Gemeinden in der Evangelischen Allianz die gute Zusammenarbeit, in der „Jesus stets Mitte und Kern“ gewesen sei. 

 

Es gab im Anschluss an den Gottesdienst bei einem Empfang im Hohen Chor der Liebfrauenkirche noch viele herzliche Abschiedsworte, originelle Geschenke und Segenswünsche für den scheidenden Pfarrer. Der Partnerschaftsausschuss, den Horst Schiffner viele Jahre leitete, hatte ihm mit Pfarrer Matthias Bringmann (Kirchlotheim) an der Gitarre ein Abschiedslied mit vielen Bezügen zur südafrikanischen Partnerkirche gedichtet. Der Kirchenvorstand schenkte ihm für künftige Fahrradausflüge im Ruhestand aktuelles Kartenmaterial und zwei wetterfeste, rote Satteltaschen. 

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