Kirchengemeinden Altenlotheim und Kirchlotheim

Kirchlotheim

Alte Bundesstraße 1

34516 Vöhl-Kirchlotheim

Harbshausen

Seestraße 17

34516 Vöhl-Harbshausen

Altenlotheim

Kirchplatz 12

35110 Frankenau-Altenlotheim


Evang.-Luth. Pfarramt Kirchlotheim

Pfarrer Matthias Bringmann

 

Dorfringstraße 5

34516 Vöhl-Kirchlotheim

Tel.: 0 56 35 – 652

Fax: 0 56 35 - 99 26 66

Mail: pfarramt.kirchlotheim@ekkw.de

 

Kirchenbüro Vöhl-Waldeck

Susanne Jäger

Assistentin

 

Burgstraße 9

34516 Vöhl-Obernburg

Tel.: 05631 502769

Fax: 05631 61905

Mail: kirchenbuero.voehl-waldeck@ekkw.de

 

Das Kirchenbüro ist in der Regel an Werktagen vormittags besetzt.



VersammlungsGottesdienste

 

Gottesdienstplan im Spätsommer

18.09.22          14. So. n. Tr., 10:30h, Herzhausen Grillhütte

25.09.22          15. So. n. Tr., 10:30h, Harbshausen Erntedank, Kirche

02.10.22          16. So. n. Tr., 10:30h, Kirchlotheim Erntedank, Kirche

09.10.22          17. So. n. Tr., 10:30h, Altenlotheim Erntedank, Bürgerhaus

16.10.22          18. So. n. Tr., 10:30h, Buchenberg

 

 

Die genauen GottesdienstORTE in den Dörfern werden in der Vöhler Bürgerzeitung oder den Tageszeitungen kurzfristig bekannt gegeben.  

 

Gedanken zu Gottesdiensten draußen oder drinnen

Joh 4,19-24

19 Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist.

20 Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten soll.

21 Jesus spricht zu ihr: Glaube mir, Frau, es kommt die Zeit, dass ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.

22 Ihr wisst nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden.

23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.

24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.

 

Liebe Gemeinde,

Weder an einer heiligen Stätte auf einem Berg, noch im heiligen Tempel in Jerusalem wird Gott ewig angebetet. Gott ist Geist. Ewig und wirklich kann er also nur im Geist und in der Wahrheit von uns angebetet. Alle Gebäude verfallen einmal. Aber weil sie nicht dinglich sind, werden Gott und unser Glaube an ihn nie verfallen.

Jesus ging in Synagogen und Hinaus gleichermaßen. Er zog als Wanderprediger über ein Jahr lang durch Palästina. Er ging aufs Feld, auf den Berg, auf den bzw. auf dem See.

Seit letztem Jahr feiern auch wir im Kirchspiel Kirchlotheim, gleichermaßen viele Gottesdienste in und außerhalb der Kirche. Sind die Gebäude nicht mehr so wichtig?

Das kann man auch aus der stagnierenden Finanzzuweisung der Landeskirche und Kirchenkreise zum Erhalt und zur Unterhaltung der Gebäude folgern. Erst wird das Gemeindehaus aufgegeben, dann das Pfarrhaus und dann das Kirchengebäude? Der sonntägliche Gottesdienst lockt nicht mehr Scharen von Menschen an, weil sie ihre Sinnfindung wo anders finden und das Streamingprogramm oder die XXL Schlagerparty eben lockerer, ungezwungener und nicht so tiefgründig sind. Da muss man halt nicht über sich nachdenken und auch nicht über Schuld und Vergebung.

Was ist aber mit den selteneren Anlässen, mit persönlichem Bezug für unsere Christen? Dann wird die Kirche voll, wenn sich das Thema des Gottesdienstes eher um die Lebensfeste der Menschen dreht, bei Taufen und Trauungen, als um Jesu Tod am Kreuz, der uns erlöst. Oder wenn die Eltern Ablenkung für die Kinder vor der Bescherung suchen.

Also: Einerseits feiern wir in Gärten und Höfen der Menschen Gottesdienste. Andererseits wünschen sich andere die Taufe ihrer Kinder oder ihre Trauung lieber im Kirchengebäude, auch wenn da kein Strom ist, so wie in Altenlotheim, für Glocken, Licht und Orgel.

 

Da war es doch einfacher, als das wandernde Gottesvolk noch keine feste Stätte hatte, sondern in der Zeit des Mose ein Zelt, die Stiftshütte, Camping-Kirche sozusagen. Doch in den letzten 1000 Jahren wurden mit unglaublicher Schaffenskraft, oft mit Jahrhunderten Bauzeit, kunstvollste Kirchengebäude in ganz Europa geschaffen. Nicht nur wir sehen uns den Kölner oder wenigstens den Fritzlarer Dom staunend an. Stephansdom Wien. Ulmer Münster. Sagrada Familia Barcelona. Basilius-Kathedrale beim Kreml. Oder St. Peter in Rom.

Gerade für Menschen außerhalb Europas – nicht nur Christen – sind unsere Sakralbauten bestaunenswert. Das hohe Alter, die Baukunst, Bauzeit und die unbestreitbare Extravaganz und Opulenz der Gebäude haben etwas, dass sie zeitlos erscheinen lässt.

Aber ist das dann wirklich gebaut für die Ewigkeit? Immer wieder muss saniert und renoviert werden. Wie alt ist Ihr Haus und wann haben Sie es zum letzten Mal renoviert? O ja, Bausachen sind immer große Zeit- und Energiefresser bei Kirchenvorstandssitzungen. Und die Form- und Farbwahl der einen Generation erhitzt die Gemüter der vorherigen. Wird es besser gestaltet, oder verschlimmbessert? Holt man Altes wieder hervor oder macht es ganz neu? Ewig hält hier nichts. Ewig kann Gott hier nicht angebetet werden.

Ewig und wirklich wird Gott nur im Geist und in der Wahrheit von uns angebetet.

 

Und doch leisten wir uns Kirchengebäude, finanzieren sie mit unseren Kirchensteuern.

Weil wir so etwas wie Heiligkeit in den Kirchen verspüren? Können wir da Gott besser loben, uns ihm näher fühlen? Zugegeben, das geht besser in erhabenen gotischen Kathedralen, in der Mitte des kreuzförmigen Grundrisses des Kirchenraumes. Wenn man auf Marmor oder Mosaiken steht und schlanke Säulen zur Kuppel hinaufblickt, die im Himmel zu schweben scheint. Ein Raum hat mit seinen Wänden eine bessere Akustik als ein freies Feld, wo Klang und gepredigtes Wort eher verpufft. Im Raum bleibt es zwischen uns, kann uns besser erfüllen. So kann in jedem Raum Gottesdienst gefeiert werden und auch draußen kann man Raum schaffen. Denn die Rituale, die Glaubenserfahrungen, die Freuden- und Leidtränen der Menschen, der Kontakt mit Gott, machen einen Ort erst wertvoll und füllen den Ort mit Heiligkeit. Wir als Gemeinschaft der Heiligen laden mit jedem Gebet, mit jedem Lied, mit jedem Sakrament das Kirchengebäude weiter emotional auf. Mit unseren Erfahrungen, Wünschen und Hoffnungen. Und dem Segen, der fließt. Denn wir sind Kirche. Das ist die schöne Doppeldeutigkeit dieses Wortes. Eben nicht nur das Gebäude, sondern gerade die Menschen die es im Lob Gottes füllen.

  

Eine gesegnete Trinitatiszeit!

 

Pfarrer Matthias Bringmann


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