Kirchengemeinden Altenlotheim und Kirchlotheim

Kirchlotheim

Alte Bundesstraße 1

34516 Vöhl-Kirchlotheim

Harbshausen

Seestraße 17

34516 Vöhl-Harbshausen

Altenlotheim

Kirchplatz 12

35110 Frankenau-Altenlotheim


Evang.-Luth. Pfarramt Kirchlotheim

Pfarrer Matthias Bringmann

 

Dorfringstraße 5

34516 Vöhl-Kirchlotheim

Tel.: 0 56 35 – 652

Fax: 0 56 35 - 99 26 66

Mail: pfarramt.kirchlotheim@ekkw.de

 

Das Pfarramt Kirchlotheim ist bis zum 07.10.20 nicht besetzt.

Bitte wenden Sie sich an unsere Pfarrassistentin im Kirchenbüro Vöhl-Waldeck

oder an Pfarrer Wahl: pfarramt.obernburg-itter@ekkw.de oder 06455-238 

Kirchenbüro Vöhl-Waldeck

Susanne Jäger

Assistentin

 

Burgstraße 9

34516 Vöhl-Obernburg

Tel.: 05631 502769

Fax: 05631 61905

Mail: kirchenbuero.voehl-waldeck@ekkw.de

 

Das Kirchenbüro ist in der Regel an Werktagen vormittags besetzt.

Gottesdienstplan und Liturgie

Hier finden Sie den aktuellen Gottesdienstplan als PDF zum Download.


Liturgie
Liturgieablauf (mit Abendmahl).pdf
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Die Sonntagsliturgie, wie sie bei uns im Kirchspiel meistens gefeiert wird


Gottesdienste

 

Dieser Song stand im Mittelpunkt des Gottesdienstes der Kirchengemeinden Kirchlotheim und Vöhl. Johannes Oerding feiert in seinem Lied die Momente im Leben, in denen es uns so richtig gut geht. Trotz der Corona-Krise gibt es immer Gründe, dankbar zu sein und mit Optimismus und Vertrauen in die Zukunft zu schauen. Die Erinnerung an solche guten Tage kann uns helfen, auch die dunklen Tage zu überstehen. Das Video zum Lied zeigt: Lebensfreude und Optimismus übertragen sich auf andere Menschen. So wie ein aufmunterndes Lächeln dir Mut gibt, ein freundliches Wort dir Zuversicht, fröhliches Lachen dich ansteckt und Musik dich zum Mitmachen und Singen bringt und dich bewegt.

Und das hat der Gottesdienst geschafft: Mit dem Musikteam Kirchlotheim, Organistin Meuser und dem Gemeinsamen Feiern aller Gottesdienstbesucher. Danke für diesen guten Tag!

 

 

Weitere Gottesdienste im Kirchspiel Kirchlotheim

 

 

20.09. 10:30h Harbshausen, Grillhütte

 

 

27.09. 10:30h Kirchlotheim, Kirche, mit Taufe, Erntedank

 

 

04.10. 10:00h Altenlotheim, Kirche, Erntedank

 

 

11.10. 10:00h Kirchlotheim, Kirche, Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden 2020

 

 

Hygienemaßnahmen

Lieder

Da gemeinsames Singen in den Gottesdiensten weiterhin nicht erlaubt sein wird, hier ein paar Lieder der letzten Gottesdiensten zum zu Hause zum Singen:

 

324 Ich singe dir mit Herz und Mund (no
MP3 Audio Datei 4.5 MB
302 Du meine Seele singe (no voice).mp3
MP3 Audio Datei 9.2 MB
331 Großer Gott, wir loben dich (no voic
MP3 Audio Datei 11.0 MB

Auf mehrfachen Wunsch hier "Großer Gott, wir loben dich" mit Gesangsstimme

Drums - Dirk Lipp

Add Voice - Doro Lipp

Trombone - Dirk Brügge

Trumpets - Stephan Denhof

… und Sie können auch noch mitmachen!

Schicken Sie Ihre Strophen an o.g. Mailadresse, am Besten als mp3 oder mp4, mit dem Smartphone Recorder bekommt man schon ganz gute Aufnahmen hin. Bitte nicht die Sprachnachricht von WhatsApp oder anderen Messengern nutzen!

110bpm und F-Dur für Bläser und einige Musikanten und G-Dur für Sänger und alle, die lieber G-Dur spielen.

Großer Gott, wir loben dich 20200511-1.m
MP3 Audio Datei 11.0 MB

Und hier ein paar Lieder von Himmelfahrt und Pfingsten

Wie lieblich ist der Maien EG501 2020052
MP3 Audio Datei 4.5 MB
O komm, du Geist der Wahrheit EG136 2020
MP3 Audio Datei 7.6 MB
Geh aus, mein Herz, und suche Freud EG50
MP3 Audio Datei 5.0 MB
Bis hierher hat mich Gott gebracht EG329
MP3 Audio Datei 2.8 MB
Jesus Christus herrscht als König EG123
MP3 Audio Datei 4.9 MB

AudioGottesdienst Kantate

"Kantate" heißt "singet!" und da muss einfach etwas zu hören und zu singen sein und nicht nur zu lesen. Deshalb diesen Sonntag ein ganzer Gottesdienst als Audioproduktion... 

Kantate Gesamt.mp3
MP3 Audio Datei 70.0 MB

Dank an Organisten Simon Schute für die Liturgie und Benedikt Kantert für 324 und 302

Auch zu Hause können Sie dem Kirchenjahr folgen: Wenn Sie die Bibelworte und die ganze Bibel im Zusammenhang des gottesdienstlichen Kirchenjahres lesen und erfahren wollen, empfehle ich Ihnen die App „Kirchenjahr evangelisch“. Das Bild zeigt das Icon der App.

 

 

 

Lese-Andachten

 

Andacht zu Misericordias Domini, zweiter Sonntag nach Ostern

 

 

 

Lied EG 100

 

 

 

1. Immer, wenn wir in der Bibel lesen, machen wir das mit dem Wissen unserer Zeit. Wir schauen uns die Geschichten, Psalmen, Verheißungen und Evangelien an und übertragen sie aus der Zeit, in der sie geschrieben worden sind, in unsere Zeit. Vieles ist zeitlos und gilt damals wie heute. Aber manchmal erschrecke ich über das, was ich da lese und kann es beim besten Willen nicht auf heute übertragen oder gutheißen. Im Zusammenhang der damaligen Geschichte betrachtet, war zum Beispiel „seid fruchtbar und mehret euch!“ gut gemeint. Bis in die 90er Jahre gehörte das noch zum vorgeschlagenen Segen bei kirchlichen Trauungen. Dieser Satz aus der Schöpfungsgeschichte hat seinen Sinn, weil es da nun mal so wenig Menschen gegeben hat. Und er wurde aufgeschrieben, als die Menschheit mit 150 Millionen Exemplaren immer noch ausbaufähig war, damals vor 2500 Jahren. Aber heute? Anwachsen der Weltbevölkerung, Klimawandel, Kriege, Flucht und Vertreibung. Müsste ich da nicht aus der Bibel vorlesen: „Bitte vermehrt euch nicht mehr so viel! 1,5 Kinder reichen!“

 

Ganz ähnlich ging es mir beim Lesen des Abschnitts aus dem ersten Petrusbrief, der am Sonntag Misericordias Domini das Predigtwort vorgibt. Dieser Teil ist an die christlichen Sklaven geschrieben: „wehrt euch nicht, seid geduldig, leidet, so wie Christus gelitten hat.“ – um es mal zusammen zu fassen. „Bleib Opfer, du Opfer!“. Der Leidende soll keine Wut haben, keinen Zorn und alles ertragen, und hoffen, dass Gott es schon richtet. Auch ich hatte so eine Phase in der Schule, alle hackten auf mir rum, weil Jesus ja für mich eintritt, habe ich mich nicht gewehrt. Erst als eine Schere in meinem Rücken steckte, wurde es mir zu bunt und ich habe zurückgeschlagen. Und danach haben sie mich in Ruhe gelassen. Wieder mal eine biblische Botschaft, die an der Realität gescheitert ist.

 

Also aus meiner bisherigen Lebenserfahrung hätte ich gerne gegen das heutige Predigtwort gewettert. Drei Verse vor unserem Predigttext steht: „Ihr Sklaven, ordnet euch in aller Furcht den Herren unter, nicht allein den gütigen und freundlichen, sondern auch den wunderlichen.“ Also auch die, die man nicht versteht, warum sie zuschlagen und quälen und foltern und töten.

 

„Denn dazu seid ihr berufen, da auch Christus gelitten hat für euch und euch ein Vorbild hinterlassen, dass ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen; er, der keine Sünde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand; der nicht widerschmähte, als er geschmäht wurde, nicht drohte, als er litt, er stellte es aber dem anheim, der gerecht richtet; der unsre Sünde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden. Denn ihr wart wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen. (1. Petrus 2,21b-25)

 

 

 

2. Wo bleibt da der tolle Paulussatz: „Zur Freiheit hat euch Christus befreit!“ (Gal 5,1)? Lange hat die Kirche die Sklaverei geduldet oder sogar davon profitiert. Kein Wunder, dass die Kirche als unterdrückende Institution wahrgenommen wird. Und geholfen hat man sich mit folgender Konstruktion: Christus hat euch zu einer inneren Freiheit geführt. Inwendig seid ihr frei, da macht es doch gar nichts aus, wenn ihr äußerlich Sklaven bleibt, dem jeweiligen Herrn ausgeliefert und sei er noch so „wunderlich“. Ich fass‘ es nicht.

 

Und heute, haben wir da gelernt? Heute gibt es kaum noch Sklaverei; naja, da wären noch die Bauarbeiter der Sportstätten in Qatar, ausgenutzte Erntehelfer in Südeuropa und Zwangsprostitution in unseren Städten. Und wer stellt Ihr 5-Euro-T-Shirt her?

 

Die vielen Menschen, die unterdrückt und ausgenutzt, geschlagen und gefoltert leben müssen, die sollten sich doch besser wehren und gegen ihre Unterdrücker erheben! Die sollen laut Nein sagen! Im gerechten Zorn den notwendigen Mut bekommen – doch dafür sind die Worte aus dem Petrusbrief denkbar ungeeignet.

 

 

 

3. Immer, wenn wir in der Bibel lesen, machen wir das mit dem Wissen unserer Zeit. Und in diesen Wochen hat dieser Abschnitt aus dem Petrusbrief eine neue Bedeutung für mich bekommen. Ich bin und war auch vorher Opfer, ein Leidender. Ich hatte es nur nicht so gemerkt. Erst jetzt mit der SARS-CoV-2 Pandemie merke ich wieder, wie bedroht mein Leben war und ist. Es kann ganz schnell zu Ende sein oder auch langsam und qualvoll zu Ende gehen. Mir wurde die Bedrohtheit des Lebens und der Lebensumstände der Menschen Augen geführt. Und ich fühle mich ein bisschen wie ein Sklave, der nun, wie alle anderen, einen „wunderlichen“, weil unberechenbaren Herrn bekommen hat. Einige pickt er sich heraus, gerne die Schwachen, um sie zu quälen und vielleicht sogar zu töten. Und mir hilft da am Besten: Verstecken. Zu Hause bleiben, mich nicht zeigen, nicht unter Leute gehen. So kann mich dieses Coronavirus schlechter finden. Äußerlich mag ich nun gefangen sein, aber innerlich bin ich dennoch frei. Es gibt so viele Möglichkeiten durch Internet und Bildtelefonie, Telefon und Handy. Und so wie alle Sklaven damals, hoffe ich, dass ich eines Tages auch körperlich frei werden kann. Dass uns Gott, der Herr von dem wunderlichen Herren Covid-19 befreit. Bis dahin kann mich das Predigtwort neu trösten, das ich heute so lesen und begreifen will: Weil Christus immer an unserer Seite ist, gerade auch im Leiden, weil er uns kennt und liebt, sind wir berufen, freie Menschen zu werden. Auch für uns hat er größtes Unheil erlitten und nicht in Schafsgeduld, sondern mit seinem großen Gottvertrauen, dass sich die Verhältnisse klären und am Ende Recht, Gerechtigkeit und das Leben siegen. Und wenn es für die Sterbenden nicht in dieser Welt vollendet werden kann, so doch in Gottes ewigem Reich.

 

Amen.

 

 

 

Lied EG 321,2-3

 

 

 

Gebet:

 

Gott, du Erschaffer und Erhalter des Lebens,

 

befreie uns von der Geißel des Corona-Virus

 

und bringe uns dazu, da mitzuhelfen!

 

Durch Zuhausebleiben, durch hygienische Maßnahmen, durch Nächstenliebe.

 

Wir fühlen uns hilflos und allein, mach dich doch bemerkbar

 

und zeige uns neue Wege der Kommunikation!

 

Lass uns Rücksicht nehmen, zu unser aller Wohl!

 

Nicht wie Sklaven, sondern wie verantwortungsvolle freie Menschen,

 

die sich aus Überzeugung einschränken, damit andere leben können.

 

Vater unser…

 

 

 

Es segne uns Gott, der Allmächtige, der Barmherzige,

 

der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. +

 

Amen.

 

 

 

Wenn Sie ein Festessen mit etwas Andacht würzen wollen, hier ein pdf-File mit einem (Oster-)Gottesdienst für zu Hause zwischen den Gängen des Osterschmauses: 

 

Andacht zum Osterfestmahl
Ostermahl 2020.7.pdf
Adobe Acrobat Dokument 445.3 KB

Ein Brief
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus! – na das ist mal eine Begrüßung! So hat es Paulus in seinem zweiten Brief an die Christen in Korinth gemacht. Und so ähnlich will ich es auch machen: Ob Sie kerngesund sind oder sich in Isolation befinden oder krank sind, ob Sie arbeiten oder zum Nichtstun verurteilt, ob Sie trauern oder tanzen; ich hoffe, dass Sie irgendwie Gnade und Frieden finden in dem, was der Glaube an Jesus Christus, unseren auferstandenen Herrn, für uns bereithält und beinhaltet. Und dass Sie so hoffnungsvoll oder behaglicher durch diese Situation getragen werden. 
Es ist selten, dass ich noch echte Briefe bekomme und wenn, dann sind es oft Rechnungen und Werbung. Die meisten wichtigen Nachrichten bekomme ich über Smartphone-Messenger. Und derzeit bekomme ich mehr als je. Wenn ich alle meine Nachrichten, die mir über die Messenger geschickt werden, anschauen würde, wäre ich Stunden beschäftigt. Viele Videos sind dabei, die meisten lösche ich, bevor ich sie anschaue. In den unterschiedlichen Gruppen kommen zum Teil auch die gleichen Nachrichten, Instagrams und Snaps, Memes und Bilder, Comics und GIFs, die dann mit Smilies, Flammen und Daumen hoch kommentiert und bewertet werden. Noch nicht einmal ein Zehntel finde ich lustig oder gar wichtig und aufbauend. Aber wenn Nachrichten dabei sind, die mir gefallen, dann lade ich sie runter und teile ich sie weiter. Trotz all dem Schrott bleibe ich in den Gruppen drin und warte auf eine für mich wichtige Nachricht: Absprachen, Zeiten, Beschlüsse. Aber eben auch Erbauliches.
Eine Gute Nachricht, ευ αγγελιον, Evangelium.

Die ältesten Schriften, in denen das Evangelium von der Auferstehung Jesu berichtet sind, und die im Neuen Testament stehen, sind Briefe. Paulus, Petrus, Johannes und andere schreiben an Christen in anderen Städten: Ephesus, Korinth, Rom oder gleich an eine ganze Provinz so wie Galatien.
Die Briefe schreibenden Apostel haben vor Monaten oder Jahren diese Christen aus den anderen Städten getroffen, haben Freundschaft mit ihnen geschlossen und können jetzt nicht mehr zu ihnen. Paulus sitzt oft im Gefängnis oder Hausarrest und schreibt von da aus seine wichtigsten Briefe. Er sitzt nicht fest, weil er einen Virus haben könnte oder krank ist, sondern weil er eine Frohe Botschaft verbreiten und verkünden will, die die bestehende Ordnung von Herrschaft und Tyrannei angreift. Und das wollen die Regierenden nicht: Ein Königreich jenseits dieser Welt? Diese Welt ist doch alles, was es gibt! Jesus Christus der Herrscher der Welt, der König der Könige, der sogar den Tod besiegt? Ich will doch der tollste und beste König sein und will niemanden über mir haben! Und Unterdrückung und Angst sind die Mittel, die ich nutze, um mir die Untertanen gefügig zu machen.
Die Apostel, die es immer wieder schaffen (zum Teil heimlich) Briefe zu schreiben, erzählen von Heilung und dem Ende der Angst und der Gleichstellung in Gottes Reich.
Und Boten schmuggeln die Briefe aus dem Gefängnis oder bringen die Briefe einfach zu anderen Christen, die ihr Leben nach diesen Worten der Hoffnung ausrichten und so besser und freier und seliger leben als ohne diesen Glauben, dieses Vertrauen in die Auferstehung und Sündenvergebung.
Diese Christen bekommen auch viele andere Briefe: Geschäftsbriefe, Handelsanfragen, Listen und Einladungen, aber davon hat nur sehr Weniges die letzten 2000 Jahre überstanden. Das, was ihnen wirklich geholfen hat, haben sie abgeschrieben, vervielfältigt und geteilt, also weitergeschickt. Sodass wir heute die wichtigsten Briefe immer noch in unserer Bibel haben.

Bemerken wir Menschen erst in Gefangenschaft oder Hausarrest, was wirklich wichtig ist? Wo wir von den normalen Kontakten abgeschnitten sind? Wo wir nicht einfach drauf los plappern, sondern überlegen müssen ob und wie wir bestimmte Nachrichten an die Außenwelt gestalten? Videotelefonie oder Sprachnachricht? Stift und Papier? Etwas basteln? Eine Textnachricht? Fotos mit lustigen oder mutmachenden Sprüchen? Oder doch nur triviale Oberweitenfotos?

Was von dem allem, was Sie bekommen, was auf Sie einströmt über Ihr Postfach oder Smartphone, wollen Sie behalten und archivieren? Was macht Ihnen Mut und wollen Sie weiterschicken?
Sammeln Sie das, speichern Sie es ab! Und schaffen sich so eine Dokumentation der Hoffnung, des Dankes und des Glaubens daran, dass eines Tages Krankheit und Tod überwunden sind.
Und schicken Sie es weiter!

Zum Briefschluss noch ein paar Verse aus dem zweiten Brief des Paulus an Timotheus, eine Stelle, die mir so wichtig ist, dass ich sie weiterverbreiten muss:
Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit mir für das Evangelium in der Kraft Gottes. Er hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Ratschluss und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt, jetzt aber offenbart ist durch die Erscheinung unseres Heilands Christus Jesus, der dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium. 2. Timotheus 7-10.

 

Gott segne Sie mit Geduld und Gesundheit!
Ihr Pfarrer Matthias Bringmann

 

 

 

Passion oder ich fühle mich wie an einem sehr langen Karsamstag

 

Es war Donnerstag, den 12. März, da habe ich den letzten Scherz im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gemacht. Seitdem erreichen mich besorgte Anrufe, wie und ob Gottesdienste und andere kirchliche Veranstaltungen stattfinden können. Auch bekomme ich per email dringliche Empfehlungen, Weisungen und Information bezüglich des Schutzes vor Ansteckung mit diesem Virus. Die kommen aus Wiesbaden, aus Berlin und aus Kassel, dem Sitz der Leitung unserer Landeskirche. Und seit letztem Freitag verschärfen sich die Empfehlungen für unsere Kirchengemeinde und den Kirchenvorstand zu dringlichen Empfehlungen und dann zu Anordnungen der Landes- und Bundesregierung täglich zweimal. Wie viele Menschen dürfen sich an einem Ort gleichzeitig aufhalten? Wer darf arbeiten, wer darf mit wem Kontakt haben? Jeden Tag um 8 Uhr morgens oder um Mitternacht tritt diese oder jene Verfügung und Anordnung in Kraft. Wie geht es Ihnen, wenn Sie Ihre gestrige Entscheidung im Beruf oder Privatleben heute schon wieder ändern müssen? Treffen Sie noch Entscheidungen?

 

Wir als Kirchengemeinde haben anfangs darauf reagiert und am Samstag vor einer Woche in die Tageszeitungen die Information gesetzt, dass alle unsere kirchlichen Veranstaltungen außer Beerdigungen bis auf weiteres ausfallen. Nach derzeitigem Stand dürfen Beerdigungen nur mit fünf Personen stattfinden. Ich werde angerufen und angesprochen, wann wir denn Ausweichtermine für Trauungen, Konfirmationen, Taufen usw. anbieten. Und ich muss antworten: Das können wir noch nicht planen, da wir nicht wissen, wie lange uns die Vorgaben der Regierung zum Schutz vor der Corona-Pandemie noch einschränken werden.

 

Nur bis zum Ende der Osterferien, bis zum 19. April, oder noch länger?

 

Denn derzeit wird es schlimmer. Heute, am 21. März, waren es 2000 Neu-Infizierte. Und da bedeutet christliche Nächstenliebe, Solidarität und Hilfsbereitschaft plötzlich: Bleibt zu Hause und stoppt so die Verbreitung von Corona! Und erst wenn die Ausbreitung verifizierbar gestoppt ist, fangen wir an, einen Schritt vor den anderen zu machen.

 

 

 

Es war am Donnerstag, da haben sie zuletzt zusammengesessen, gescherzt und gefeiert. Mitten in der Feier sagt Jesus, dass er morgen am Freitag sterben werde. Die fröhliche Stimmung war sofort dahin. Dann noch, dass ein Verräter mit am Tisch sitzt. Jesus hat den Zwöflen zwar schon vorher erzählt, dass er leiden, sterben und auferstehen wird, aber geglaubt haben sie es nie so richtig. Dieses eine Jahr war doch super: durchs ganze Land gelaufen und Menschen getroffen und geheilt und von Gottes Reich gepredigt. Das soll jetzt zu Ende sein? Wir wollen aber weiter machen, wie bisher! Jesus meint: Nein, das geht nicht, ab morgen wird alles anders.

 

Und dann kommt die Nacht, der Verrat mit dem Kuss, die Verhaftung, die Schläge und Folter, der Trieb durch die Gassen Jerusalems zum Kreuz. An diesem Freitag war wirklich alles anders. Und die Jünger nahmen Abstand von Jesus, keiner wollte sein Schicksal erleiden. Von Petrus wird berichtet, dass er seinen Freund sogar verleugnete. Der Tag war eine einzige Qual und er ging furchtbar zu Ende. Kreuzigung und Beerdigung. Jesus ist dann hinabgestiegen ins Reich der Toten, wie wir im Glaubensbekenntnis sprechen. Er erfuhr die totale Beziehungslosigkeit, die vollkommene Verlassenheit. Wie lange würde das dauern? Wirklich nur drei Tage, wie Jesus mal gesagt hat oder länger, viel länger? Wie sollen sich die Jünger verhalten? Ihnen ist angst und bange. Sie fühlen sich verlassen, einsam und enttäuscht. Auch sind sie wütend: Haben sie wirklich ein Jahr ihres Lebens verschwendet und sind diesem Scharlatan hinterhergelaufen? Der Jesus war doch nicht der Messias!

 

Am dritten Tage geschah etwas, mit dem keiner gerechnet hat. Die Frauen sind ängstlich und fröhlich zu gleich. Sie berichten: Wir waren am Grab von Jesus, doch er ist nicht mehr da. Ein Engel hat gesagt, er ist auferstanden. Die ängstlich-vernünftigen Jünger haben damit nicht mehr gerechnet. Und weitere Menschen sehen, treffen und erfahren den auferstandenen Christus. Und sie erfahren seine Liebe, seine Herrlichkeit und die Hoffnung, dass in der Auferstehung auch ihr Tod besiegt worden ist. Diese Möglichkeit, dieses Wunder des Lebens aus dem Tod widerspricht unser menschlichen Logik und Erfahrung.

 

Menschen irren sich. Gott sei Dank. Unser Herrgott schafft mehr als ein gutes Ende. Ostern, die Auferstehung, das ist der Anfang unseres Glaubens. Amen.

 

 

Was machen wir als Gemeinde während wir auf Ostern warten?

 

Die Konfirmationen sind auf unbestimmte Zeit verschoben. Wir versuchen mit den Konfirmanden per messenger und einer neuen KonApp in Verbindung zu bleiben.

 

Jeden Tag zum Mittagsläuten laden wir Sie zum Gebet ein. Wir können Gott für die Menschen danken, die unsere Passion erträglicher machen. Und wir können Gott für die Menschen bitten, die alleine sind, die krank sind und im Sterben liegen. Und für uns.

 

Wir weisen Sie auf die Angebote der Fernsehgottesdienste hin: Im ZDF sonntags um 9:30 Uhr und auch im BR und WDR in der Regel um 10:15 Uhr.

Unsere Kirche in Kirchlotheim ist tagsüber geöffnet, die Kirche in Altenlotheim sonntags.

 

Auf ekkw.de sind Andachten, Gebete und Informationen unserer Landeskirche zu finden.

 

Und auch auf kirchenkreis-eder.de finden Sie Angebote, Ideen und Informationen. Wie wäre es z.B., Ihre Stimme auf den Aufnahmen zur Lotheimer Hörbibel erklingen zu lassen? Dieses Projekt haben wir 2017 gestartet. Das Matthäusevangelium ist fast fertig aufgenommen.

 

 

 

Für die Kirchenvorstände Kirchlotheim und Altenlotheim

 

 Pfarrer Matthias Bringmann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lotheimer Hörbibel

Wollen Sie mitmachen beim Hörbibel-Projekt unserer Kirchengemeinden?

Das Neue Testament und die Psalmen (und wenn wir es schaffen, dann noch mehr) wollen wir mit Stimmen aus den Gemeinden sammeln, um sie irgendwann auf einem Tonträger zu haben.

 

Dazu ein paar Tipps:

 

1. Was soll ich aufnehmen?

Die von Ihnen gewählten Kapitel aus einer Lutherbibel aus den 1950ern, die 1984er oder 2017er Ausgabe. Eine Übersicht, wer sich was vorgenommen und schon aufgenommen hat, gibt’s auch.

 

2. Wie soll ich aufnehmen?

Jedes Kapitel einzeln. Vor dem Anfang jedes Kapitels bitte sagen: „[Vorname] [Nachname] aus [Ort] liest [Buch, Kapitel]. Beispiel: „Matthias Bringmann aus Kirchlotheim liest Epheserbrief Kapitel 1.“ Vor dem Kapitel 2 dann: „Matthias Bringmann aus Kirchlotheim liest Epheserbrief Kapitel 2.“

Versnummern nicht vorlesen, auch nicht Verweise auf andere Bibelstellen in Klammern. Wenn Fehler gemacht werden, nicht einfach weiterlesen, sondern sagen: „Ups hier war ein Fehler. Ich fange den Vers noch einmal an.“ Das wird dann bearbeitet und wenn möglich geschnitten und korrigiert

 

3. Auf was soll ich aufnehmen? Aufnahmegeräte:

a) Entweder der gute alte Kassettenrecorder. Die mit Ihrem Namen, dem Buch und Kapitel beschriftete Kassette dann dem Pfarramt zukommen lassen.

b) Smartphoneeigener Audiorecorder (nicht der eines Messengers!) und die Daten dann per email an pfarramt.kirchlotheim@ekkw.de oder einem Messenger an den Kirchenvorstand.

c) Am Computer mit Mikrofon. Die Daten dann auch mit Namen und Buch- und Kapitelangabe ans Pfarramt schicken.

 

4. Was habe ich davon?

a) mal wieder in der Bibel gelesen

b) Ihre Stimme mit vielen anderen auf einer mp3-CD, die Stücke aus der Bibel lesen.

 

 

 

Lotheimer Hörbibel Bibelstellen

Das Matthäus-Evangelium lesen bis Ende Juni die Konfirmanden 2021 (Kapitel 2 und 4-8 und 11 und 18-24.)

Markus und Lukas brauchen wir noch ganz und von Johannes haben wir bereits 13-16.


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Kirche von zu Hause

Das Coronavirus schränkt  das Leben ein. Natürlich ist Kirche davon nicht ausgenommen. Deswegen hat die EKD einige Alternativen zusammengestellt, wie der Glaube auch ohne Ansteckungsgefahr gelebt werden kann.

Jahreslosung 2020

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