Kirchenkreissynode - Frühjahr 2014

Der Haushalt ausgeglichen, die Rücklagen umfangreich, die Einnahmen beachtlich – aus der Sicht einer Kommune wäre der Haushalt des neuen Kirchenkreises Eder ein Traum. Und doch gab es bei der Synode einigen Streit um das Zahlenwerk.

 

Die Andacht des Vöhler Pfarrers Jan Friedrich Eisenberg zu Beginn der Kirchenkreissynode war wohl gewählt. Er bat, dass alles zum Guten kommt im neuen Kirchenkreis mit seinem Sitz auf dem Frankenberger Burgberg – und führte das Gleichnis vom reichen Kornbauern an, der es sich auf der vollen Ernte gemütlich machen will und dafür Gottes Zorn erfährt.

 

Nicht für Zorn, aber doch eine gewisse Emotionalität in der Diskussion sorgten die Synodalen im Altenlotheimer Dorfgemeinschaftshaus dann selbst: Der Haushalt für die Jahre 2014/15 stand auf der Tagesordnung. Wie so vieles in diesem jungen, fusionierten Kreis war dies eine Premiere – und sie zeigte auf, dass es Differenzen weniger zwischen den alten Wildunger und Frankenberger Gemeinden gibt, als vielmehr zwischen den großen und den kleinen. Letztere ziehen aus dem Werk nämlich nach Meinung einiger Synodaler große Vorteile.

 

Die reinen Zahlen des Werkes, die Kirchenkreisamtsleiter Bernd Merhof vortrug und mit Dekanin Petra Hegmann erläuterte, waren unkritisch: Mit Einnahmen und Ausgaben von je gut 1,9 Millionen Euro ist der Haushalt ausgeglichen. Die Rücklagen sind solide. Zu den größten Ausgabeposten zählen die Kirchenmusik mit 105500 Euro im Jahr, die Verwaltung mit 84600 Euro, eine Zweckverbandsumlage in Höhe von 52600 Euro und das Gebäudemanagement mit 22400 Euro. Auf der Einnahmenseite stehen insbesondere Zuweisungen von der Landeskirche, aber auch die Kirchenkreisumlage in Höhe von 105700 Euro – diese zahlen die Kirchengemeinden des Kreises.

 

Widerstand gegen Umlage

 

An dieser Umlage entzündete sich auch die Diskussion in der Synode. So fallen pro Gemeindeglied drei Euro Umlage an. Im alten Frankenberger Kirchenkreis lag dieser Wert früher bei 2,80 Euro, in Wildunger „Kirchenkreis der Eder“ war er gestaffelt. „Im Mittel kam man da auf drei Euro“, sagte Dekanin Hegmann. Dieser Wert sei dann auch zur Ermittlung herangezogen worden. Kleinste Gemeinden bis 600 Mitglieder zahlen in der gesamten Landeskirche nicht.

 

Der geschäftsführende Frankenberger Pfarrer Christoph Holland-Letzt kritisierte zuerst die Erhöhung, während sonst überall gespart werden müsse. In seiner Gemeinde Frankenberg/Schreufa etwa fehlten rund 6500 Euro im Vergleich zu den vergangenen Jahren. „Und der Kirchenkreis hält sich schadlos“, schimpfte er. Pfarrer Andreas Schütz aus den Wildunger Walddörfern klagte gar über 30 Prozent Einbußen. Pfarrer Hubertus Marpe auf Wildungen/Mandern schlug gar die Rückkehr zur Staffelung vor.

 

Zu bunt wurde es irgwendwann dem Bottendorfer Pfarrer Konrad Schullerus: „Wer ist denn dieser Kirchenkreis, der sich da schadlos hält?“, fragte er – und wies in den Saal: „Schaut euch mal um“.

 

Mit freundlicher Genehmigung von Malte Glotz (WLZ-FZ)

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