Kirchenkreissynode - Herbst 2015

"Einschnitte sind nicht immer Rückschritte"

Kirchenkreissynode tagt in Reinhardshausen

Bad Wildungen-Reinhardshausen. Unter dem Eindruck großer Veränderungen tagte die Kreissynode des Kirchenkreises Eder am Freitag in der Lukaskirche Reinhardshausen. Neben einem Bericht des Kirchenkreisvorstandes, der von Dekanin Petra Hegmann gehalten wurde, standen die Verabschiedung der Rahmenpläne Kirchenmusik und Diakonie sowie die Wahl der Landessynodalen auf der Tagesordnung.

 

„Bedingt durch deutlich zurückgehende Mitgliederzahlen steht unsere Landeskirche vor der Notwendigkeit, einschneidende Veränderungen durchzuführen. Sie betreffen alle Ebenen in unserer Kirche“, sagt Dekanin Petra Hegmann vor den etwa 80 anwesenden Synodalen.  Durch den Rückgang der zur Verfügung stehenden Geldmittel müsse es neben Kürzungen bei dem Gebäudeunterhalt von Kirchen und Gemeindehäusern auch zu Einsparungen bei Stellen von Pfarrerinnen und Pfarrern und anderen Mitarbeitenden kommen. Gleichzeitig wolle am aber auf der Fläche präsent bleiben. „Das soll in sogenannten Kooperationsräumen geschehen, in denen mehrere Pfarrerinnen und Pfarrer bzw. Kirchengemeinden zusammen arbeiten“, erklärt die Dekanin. Sie ruft die Gemeinden dazu auf,  darüber nachzudenken, wo Kooperationen und Zusammenschlüsse sinnvoll sein könnten und gibt zu bedenken: „Einschnitte sind nicht immer nur Rückschritte. Sie setzen auch positive Energien und Kreativität frei, und es kommen neue Wege in den Blick, als die alten und die lieb vertrauten.“      

 

Im Hinblick auf die Flüchtlingsarbeit betont Petra Hegmann, dass die Kirche ihren Beitrag leistet, ein gutes Zusammenleben zu ermöglichen. Neben Sprachkursen und Sprachpatenschaften könne man Aktivitäten zur Freizeitgestaltung und Hilfe bei der Wohnungssuche anbieten. In Bad Wildungen organisiere man einen „Grundkurs Flüchtlingsbegleitung“, für viele Angebote werden Gemeindehäuser zur Verfügung gestellt.  Hegmann: „Auf allen Ebenen, nicht nur im kirchlichen Bereich, wird sich noch einiges tun müssen,  um die gegenwärtige Situation gut zu bewältigen. Lassen Sie und zusammenhalten und auf Augenhöhe miteinander reden, auch über Ängste und Vorbehalte. Und lassen Sie uns die Kräfte bündeln, in den Gemeinden und den Kommunen, um das Beste aus der Situation zu machen und Menschen in Not zu helfen“.

 

Diesem Apell pflichtete auch der Edertaler Bürgermeister Klaus Gier bei: „Eine Willkommenskultur, die von Herzen kommen, ist gleichermaßen ein Ausdruck von christlichen, aber auch sozialen und demokratischen Grundwerten. Hier ist die Bibel und unsere Verfassung gleichermaßen verpflichtend.“

 

In einem weiteren Tagespunkt verabschiedeten die Synodalen den Rahmenplan Kirchenmusik. Mit der Fusion der beiden Kirchenkreise „Der Eder“ und „Frankenberg“ zum neuen Kirchenkreis „Eder“ vor zwei Jahren war eine Überarbeitung notwendig geworden. „Über die Musik werden die Gemeindeglieder auf einer anderen Ebene erreicht als durch das gesprochene Wort, nicht nur der Verstand, sondern auch die Emotionen werden angesprochen“ sagt Pfarrer Hubertus Marpe. Er ist im Kirchenkreis der Beauftragte für Kirchenmusik.  Der Wildunger Pfarrer betont, wie wichtig die musikalische Arbeit für das Gemeindeleben ist. So nahmen auf Kirchenkreisebene im Oktober ca. 1700 Gemeindeglieder an 93 musikalischen Gruppen teil. Auch der Rahmenplan für Diakonie im Kirchenkreis wurde überarbeitet und den Synodalen zur Verabschiedung vorgelegt. Diakoniepfarrer Klaus Fackiner wies darauf hin, dass Diakonie immer dort geschieht, wo Christen ihren Mitmenschen in leiblicher Not, in seelischer Bedrängnis oder in sozial schwierigen Verhältnissen zur Seite stehen. Dabei gelte die Diakonie nicht nur dem Einzelnen. Sie habe darüber hinaus eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe, sich für menschenwürdige Lebensbedingungen aller einzusetzen und die Ursachen von Nöten zu erkennen und zu bekämpfen.

 

Zum Ende der Synode wählten die Kreissynodalen die Mitglieder der Landessynode. Zukünftig vertreten Pfarrerin Andrea Hose Opfer aus Bad Wildungen, Pfarrer Jan Friedrich Eisenberg aus Vöhl, Präses Adam Daume aus Bottendorf und Manfred Albus aus Bad Wildungen-Frebershausen den Kirchenkreis auf der Ebene der Landeskirche. Ihre Stellvertreter sind: Pfarrer Werner Hohmeister aus Waldeck-Niederwerbe, Pfarrer Martin Jung aus Rauschenberg, Eberhard Lamm aus Vöhl-Basdorf und Bernd Franke aus Bad Wildungen.

 

 

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