Kreissynode Herbst 2018

(v.r.n.l.) Probst Wöllenstein, Landrat Kubat, Dekanin Hegmann, Päses Daume, Pfarrer Marpe
(v.r.n.l.) Probst Wöllenstein, Landrat Kubat, Dekanin Hegmann, Päses Daume, Pfarrer Marpe

Kirchenkreis. Jährlich verliert der evangelische Kirchenkreis Eder 1,7 Prozent an Gemeindemitgliedern. Darauf, dass Kirchengemeinden deutlich kleiner und damit auch die Finanzmittel der Landeskirche ab 2020 knapper werden, reagierte die Kirchenkreissynode Eder bei ihrer Herbsttagung mit Beschlüssen, die eine Bündelung der Kräfte vorsehen: Mit großer Einmütigkeit wurde ein Zweckverband Evangelische Kindertagesstätten im Kir- chenkreis Eder beschlossen, „Verwaltungsassistenzen“ sollen in Kooperationsräumen mehrerer Gemeinden gefördert und ein Rückgang der derzeit 30 Pfarrstellen um 2,5 Stellen bis 2026 in größer werdenden Pfarrbezirken schonend umgesetzt werden.

 

Die Synodalen aus dem Kirchenkreis Eder tagten unter Leitung von Präses Adam Dau-me im Dorfgemeinschaftshaus Löhlbach. In einem Grußwort mahnte Landrat Dr. Reinhard Kubat, sich „im Jahr Zweitausendachtsam“ allen Bedrohungen der Demokratie entgegenzustemmen und terhin für ein starkes Europa einzutreten. Auch Propst Hel- mut Wöllenstein bat darum, als Christen „für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft, die zurzeit in erschreckendem Maß auseinanderdriftet“, zu kämpfen und mit dem eindeutigen Bekenntnis zu Jesus Christus „allen Menschen, die in Not sind, Hilfe zu gewähren“. Eine Andacht von Pfarrer Klaus Dieter Geisel (Rosenthal) hatte die Tagung der Kreissynode eingeleitet.

 

In ihrem Bericht des Kirchenkreisvorstandes sagte Dekanin Petra Hegmann, dass es für die Verwaltung der Gemeinden derzeit im Kirchenkreis Eder bereits „Kooperationsräume“ in Vöhl-Waldeck, Bad Wildungen-Wildunger Walddörfer, Edertal, Franken-berg-Schreufa, Burgwald mit Dörfern um Frankenberg sowie Bunstruth-Kellerwald gebe. Pro fünf Pfarrstellen weise das Landeskirchenamt eine halbe Stelle Verwaltungsassistenz zu, sodass dafür künftig im Kirchenkreis Eder 2,62 Stellen zur Verfügung stünden. „Verwaltungsassistenzen sollen die Erreichbarkeit der Pfarrämter sichern, Pfarrer entlasten und die Kommunikation im Kooperationsraum stärken“, hoffte die Dekanin und forderte die Gemeinden auf, sich um diese Stellen zu bewerben.

 

Anreize zu einer stärkeren Bündelung auf Kirchenkreis-ebene gibt es von der Landeskirche auch für die Jugendarbeit: Im Stellenplan für 2018/ 2019, der jetzt von der Kreissynode Eder verabschiedet wurde, sind zweieinhalb Stellen für Jugendarbeit vorgesehen. Eine volle Stelle davon übernimmt die Landeskirche für überregionale Jugendarbeit. Alle Pfarrerinnen und Pfarrer hätten sich bereits getroffen und mit der Erarbeitung eines Handlungsplans für eine neue Konzeption der Jugendarbeit im Kirchenkreis Eder begonnen.

 

(Karl-Hermann Völker, Quelle: Waldecker Landeszeitung (WLZ), 17. September 2018)

 

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